Logbuch vom 26.11.2017

Heute ist Sonntag, der 26.11.2017; an unserer Mittagsposition von 17°53.8‘N und 022°56.5‘W weht endlich der langersehnte Nordost-Passatwind mit Stärke 3-4. Alle an Bord sind wohlauf und gesund. Seit heute morgen sind wir unter Segel. Die Stimmung ist hervorragend. Der Umstand, dass Sonntags kein Unterricht ist, mag dazu beitragen.
Die Woche war geprägt vom Wechsel von Unterricht und Wachzeiten, von Schülern im Praktikum und von einsetzender Routine. Unterbrochen wurde die Routine unter anderem durch einen Pottwal- und zwei Delphinsichtungen sowie das Asyl eines geschwächten kleinen Seevogels, den wir auf dem Deckshaus zu versorgen versuchen. Gestern kam zudem das Aussetzen und Einholen des Rescueboats dazu. Eine in der Nähe befindliche Yacht hatte uns angefunkt und um etwas Dieseltreibstoff gebeten, den wir ihnen in Kanistern mit dem Boot hinüberbrachten, während die Yacht sich parallel hielt. So konnten wir Bootsmanöver trainieren und dabei noch anderen helfen.
Der bisherige Südwest- und Südgegenwind seit Teneriffa hat neben den Yachten auch uns geplagt, so dass wir planen, am morgigen Montag auf der Kapverdeninsel Sal einen kurzen Stopp einzulegen und unseren Dieselvorrat wieder aufzustocken. Der Passat setzt jetzt zwar endlich ein, aber bis Palm Island in der Karibik sind es noch ca. 2250 sm.

Während des kurzen Landgangs auf den Kapverdischen Inseln werden keine Handys ausgegeben.

Dr. Martin Goerke, stellv. Projektleiter, und Detlef Soitzek, Kapitän

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