Logbuch vom 11.03.2018

Am heutigen Sonntag, den 11.3.2018, um 12:00 Uhr Bordzeit (15 Uhr UT), befinden wir uns mit der
Thor Heyerdahl auf der Position 33°46.7’N und 056°30.3’W. Alle an Bord sind gesund und wohlauf,
vor allem nachdem die Seekrankheit auch die letzten Crewmitglieder aus ihren Klammern entlassen
hat.

Zur Zeit segeln wir mit Maschinenunterstützung in Richtung Azoren; die Maschine läuft seit heute
vormittag 10 Uhr in niedriger Drehzahl mit, nachdem sie vorher seit dem Auslaufen aus Bermuda
stillstand. Grund ist die Wetterlage: südlich von uns liegt ein Hochdruckgebiet, das vom
amerikanischen bis zum afrikanischen Atlantikufer reicht. Auf der Nordflanke des Hochs ziehen die
Tiefdruckgebiete entlang Richtung Osten, so dass wir günstige Winde aus westlichen Richtungen
haben und auch weiterhin erwarten können. Zur Zeit stehen wir zwischen zwei Tiefdruckgebieten und
haben entsprechend schwächeren Wind, so dass wir mitschieben.

Die zweite Wochenhälfte nach dem Auslaufen aus Bermuda war zunächst von einem Wiedergewöhnen an
die Bordroutinen im Seebetrieb geprägt, da der nördliche Atlantik mit seinen wechselnden
Bedingungen der Crew erhöhte Aufmerksamkeit abverlangt. Anschließend setzte der Schulbetrieb
wieder ein, den wir auf dieser Etappe bis zum Einlaufen in den Azoren intensiv fortsetzen werden.
Im Moment genießen wir das Wochenende, das wir gestern nach dem Großreinschiff mit unserem
traditionellen Besanschot-An-Ritual noch einmal auf dem Achterdeck einläuten konnten, was in
diesen Breitengraden und um diese Jahreszeit keine Selbstverständlichkeit ist.

Bis Horta/ Faial sind es 1375 sm.

Dr. Martin Goerke, stellvertretender Projektleiter, und Detlef Soitzek, Kapitän

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