Gedanken an Bord Schülerin vs. Lehrerin

Datum: Donnerstag, der 19. April 2018
Mittagsposition: Rensburg, Nord-Ostseekanal
Wetter: Lufttemperatur 25°C, Wassertemperatur 10°C
Autorinnen: Lenya und Elena

Über die Wachen, das Segeln, Reinschiff, Backschaften und sogar zum Thema Blogeinträge wurden schon Blogeinträge geschrieben. Aber was dachten sich die Schüler/innen im Vergleich zu den Lehrer/innen während dieser Aufgaben? Hier werden wir die Gedankengänge, natürlich leicht übertrieben (oder auch nicht), gegenüberstellen:

Wecken für Wache 2

„Guten Morgen! Es ist 01:30 Uhr und du hast in einer halben Stunde Wache. Wir warten immer noch auf die Kaltfront und es regnet gleich!“

Lenya – Och man! Ich will nicht aufstehen! Ich bin soooo müde! Warum nochmal müssen wir Wache gehen? Es ist so kalt außerhalb meines Schlafsacks! Ich will weiterschlafen. Wie soll ich die nächsten drei Stunden überleben?

Elena – Oh ne, das darf doch jetzt nicht wahr sein! Ich bin doch gerade erst eingeschlafen. Ok, ich muss mich zusammenreißen und ein Vorbild sein. Freundliche Stimme aufsetzen: „Ja, ich bin wach. Ich komme gleich.“

Segelaction

„Kommst du mit, wir müssen ausbaumen?“ Lenya – Ja, cool, endlich was tun. Vielleicht können wir dann segeln und müssen nicht wie sonst mit Maschine laufen. Elena – Oh ne, Segelaction… Wo ist denn dieser Tampen schon wieder? Wie peinlich, ich kann nach vier Monaten immer noch nichts… Wen frage ich, ohne mich zu blamieren? Aaaah, Welle, alles nass…

Reinschiff Sanitär mit Glocken putzen

Lenya – Warum habe ich mich nochmal freiwillig gemeldet und warum haben wir überhaupt Glocken? Es stinkt so! Wie soll ich die überhaupt richtig putzen??

Elena – Oh ne, ich habe wieder die schlimmste Aufgabe abbekommen. OK, ich muss ein Vorbild sein, schön lächeln, so tun, als ob ich den Schmodder und den Gestank gar nicht ekelig finde… Mist! Die Glocke ist mir abgerutscht und die stinkige Siffe ist mir ins Gesicht gespritzt. Haha, lachen, so tun, als ob ich das lustig fände. Nächstes Mal mache ich Wände!

Backschaft

Lenya – Mist, jetzt fällt sofort etwas runter! Ist alles gesichert und steht auf Rutschdecken? Auf Dauer ist Seegang in der Kombüse so anstrengend und alles dauert ewig! Ich habe keine Lust mehr… warum spüle ich das ganze Mittagessen ab? Kann nicht wenigstens jemand fragen, ob ich abgelöst werden möchte?

Elena – Es ist doch nicht so schlimm in der Backschaft. Die Jugendlichen haben es voll drauf! Ich muss unbedingt schnippeln, spülen oder die Salatsoße machen, sonst merken die, dass ich in der Kombüse nicht viel kann. Meine Tarnung darf nicht auffliegen…

Blogeinträge

Lenya – Über was soll ich denn schreiben?? Alle sind so kreativ und können tolle Texte schreiben und ich… arme Elena mit meinen tausend Rechtschreibfehlern. Über was soll ich jetzt schreiben? Tagesablauf ist langweilig… philosophischen Text kann ich nicht schreiben… zum Glück der letzte Blogeintrag.

Elena – Oh ne, das darf doch nicht wahr sein! Es ist Mittwoch, es müssten vier Blogeinträge rausgehen und keiner ist da. Erstmal den Schlafmützen Dampf machen, dann meinen Blogbeauftragten Dampf machen, dass sie den Schlafmützen Dampf machen… Ah, da ist ja ein Blogeintrag, auf Lenya ist einfach Verlass!

Das waren einige typische Momente mit unseren Gedanken während der Reise, die etwa 10% der Zeit ausmachten. In 90% der Fälle war die Stimmung positiv, wir machten unsere Aufgaben gerne und hatten eine tolle gemeinsame Zeit.

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