Pädagogische Grundlagen und Ziele

Pädagogische Grundlagen

In KUS werden reformpädagogische Bildungskonzepte mit zeitgemäßen bildungstheoretischen Ansätzen und innovativen IKT-Lehr-Lernformen kombiniert (IKT bedeutet Informations- und Kommunikationstechnologien). Den Bildungsangeboten von KUS liegen ein modernes didaktisches und entwicklungspsychologisches Konzept zu Grunde. Dabei werden die Jugendlichen aufgefordert, an der eigenen Erziehung und Bildung in Auseinandersetzung mit der Welt mitzuwirken.
Die Anforderungen des staatlichen Schulsystems und des Lehrplans der 10. Jahrgangsstufe des 8-jährigen Gymnasiums werden im Konzept berücksichtigt, um den Schülerinnen und Schülern eine nahtlose Fortsetzung ihrer Schullaufbahn zu ermöglichen.

Ziele

Ziel von KUS ist es, junge Menschen in ihrer Selbstständigkeit, ihrer Eigeninitiative und ihrem Verantwortungsgefühl zu stärken und sie auf die Anforderungen einer komplexen und globalisierten Welt vorzubereiten. Die Jugendlichen sollen auf ihrem Weg zur Mündigkeit und in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit unterstützt werden.

KUS verfolgt im Einzelnen folgende Ziele:

  • Entwicklung und Förderung sozialer und personaler Kompetenzen
    Durch das enge Zusammenleben und die gemeinsamen Arbeiten an Bord werden Rücksichtnahme, Toleranz und Konfliktfähigkeit, aber auch Teamgeist, Eigeninitiative, Selbstständigkeit und Verantwortungsübernahme gefordert und gefördert. Das Besondere eines Schiffes als Lernort besteht darin, dass der Lebens-, Arbeits- und Lernraum identisch sind.
  • Erhöhung der Lernmotivation
    durch reale situationsbezogene Aufgaben. Diese stehen im engen Bezug zur Lebenswelt der Jugendlichen und ordnen dem Lernen einen Sinn und eine Bedeutung zu.
  • Wissenschaftspropädeutische Ausrichtung des Lernens
    Die Jugendlichen werden an wissenschaftliches Arbeiten herangeführt und damit auf die gymnasiale Oberstufe und Universität vorbereitet.
  • Demokratische Erziehung und politische Bildung
    durch gelebte Demokratie im Projekt und Erleben anderer Staatsformen: KUS enthält zahlreiche demokratische Elemente und gibt den Jugendlichen Möglichkeiten für Selbstbestimmung und Mitbestimmung.
  • Einblicke in berufliche Betätigungsfelder
    Die Jugendlichen arbeiten aktiv und verantwortlich in allen an Bord und an Land vorkommenden Aufgabenbereichen mit. Sie erhalten dadurch Einblicke in berufliche Betätigungsfelder, bekommen allgemeine Arbeitskompetenzen vermittelt und können durch gelungene Aufgabenbewältigungen ihr Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein aufbauen und erweitern.
  • Überprüfung und Aufbau eines eigenen Werte- und Normensystems
    Die Erfahrungen, sich an Bord eines Schiffes einzuschränken (räumlich und in Bezug auf Ressourcen) sowie mehrwöchige Aufenthalte in fremden Ländern mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen, ermöglichen eine Überprüfung eigener Werte und Normen.
  • Interkulturelle Erziehung
    Mehrwöchige Landaufenthalte in fremden Ländern helfen den Jugendlichen, andere Kulturen kennen und verstehen zu lernen, Vorurteile abzubauen und ihre eigene Kultur zu reflektieren. Sie lernen mit kulturellen Unterschieden umzugehen, können ihre Fremdsprachenkenntnisse anwenden und erweitern und internationale Freundschaften aufbauen.

Diese Ziele entsprechen den Erfordernissen einer ganzheitlichen Erziehung, die eine gleichberechtigte Förderung von Sozial-, Selbst- und Sachkompetenz sowie die Förderung von Schlüsselqualifikationen vorsieht. Bildung und Lernen erfolgen in KUS durch Teilhabe an der Lebens- und Erfahrungswelt. Dabei sind Leben, Lernen und Arbeiten nicht – wie oftmals in der Schule – getrennt, sondern aufeinander bezogen. In KUS werden Mündigkeit und Verantwortung als tägliches Lernpensum verstanden.

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