Logbuch vom 8.11.17

Zurzeit liegen vor Anker auf der Reede vor Funchal / Madeira.
Gestern sind wir in den frühen Morgenstunden an Porto Santo (gehört auch
zu der Madeira-Insel-Gruppe) vorbeigesegelt und haben um 1300 LT (=UTC)
vor Funchal den Anker fallen lassen. Ein besonderes Highlight gab es bei
der Ansteuerung: wir konnten unseren ersten Wal auf der Reise sichten
(zu 99 % ein Pottwal), der mehrfach ausgeblasen hatte.

Am Anker wurden dann alle Segel gepackt und die Kammern aufgeklart.
Gleichzeitig haben die Projektleiterassistenten Michael und Cajo mit
Laura und Ruth einklariert. Von Cajo hörten wir noch einen interessanten
Kurzvortrag über Madeira und Funchal, so dass wir gut auf den
Landaufenthalt vorbereitet sind. Dieser musste dann jedoch wegen des
hohen Schwells in der Einfahrt im Hafen ausfallen. Dafür wurde die
Badesaison an Bord eröffnet. Bei 22 ° C Wassertemperatur und unter der
Aufsicht bordeigener Bademeister stürzte sich dann auch fast jeder in
die warme klare tiefblaue See.

Nach einem ruhigen Abend an Bord stand heute die Sicherheitsausbildung
an Bord auf dem Programm. Dabei wurden die Materialien zur Bekämpfung
von Feuer vorgestellt, das „Feuer an Bord“-Manöver theoretisch
besprochen und praktisch durchgeführt.

Aufgrund starker Böen bis Windstärke 8 und grober See an unserem
Ankerplatz beschlossen wir, nach dem Mittagessen zu einem kleinen
Fischerort Camara de Lobos, welches 4,5 sm westlich von Funchal liegt,
zu verholen. Hier war es schon wesentlich ruhiger, dennoch konnten wir
aufgrund des auch hier vorherrschenden starken Schwells mit unseren
Beibooten nicht sicher anlanden, so dass es heute Abend einen Kinoabend
an Bord gibt.

Wenn sich das Wetter und der Schwell beruhigen sollten, planen wir
morgen Vormittag einen Landgang in dem schönen Fischerort, in dem
Winston Churchill häufig seine Urlaube verbrachte. Am Nachmittag wird es
noch vor Anker die ersten schulischen Unterrichtseinheiten geben und
anschließend segeln wir weiter Richtung Teneriffa.

Bis St. Cruz de Tenerife sind es noch 260 sm.

Dr. Ruth Merk, Projektleiterin und Detlef Soitzek, Kapitän

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