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St. George’s

Schüler Yannic

von Yannic

Unser zweiter Tag hier in St. George’s begann für einen Teil von uns, genauer gesagt den Spanisch-Fortgeschrittenen und denen die Spanisch zu Hause weiter haben, mit dem gefürchteten Spanischtest. Glücklicherweise gehöre ich nicht zu dieser Gruppe und durfte somit mit dem Rest der Schüler Schiffsarbeiten machen. Hierbei wurden ganz normale Arbeiten erledigt, um das Schiff für die Überquerung des Nordatlantiks vorzubereiten. Es wurden, wie bereits bei den letzten Landaufenthalten, Arbeiten wie Lackieren, Wartungsarbeiten an der Maschine und am Rigg und das Sortieren von Werkzeugen vorgenommen. Da ich zu der Projektgruppe „See(h)stücke“ gehöre, durfte ich noch unsere Foto-CD fertigstellen, sodass die Bilder morgen die Bermudas verlassen können. Nach dem anschließenden, typisch russischen Mittagessen (Lisas Rezept!) ging es dann mit dem Unterricht weiter.

Über den ganzen Aufenthalt auf den Bermudas haben wir drei Unterrichtstage bzw. Additum. Das Additum hier auf der Thor hat jedoch rein gar nichts mit dem Additum in Deutschland zu tun. Hier sind es (kurz gefasst) Unterrichtsstunden, in denen wir Zeit bekommen, bei Fächern, die wir in der Schule daheim, hier aber nicht haben, den verpassten Unterrichtsstoff nachzuholen bzw. das in anderen Fächern Verpasste zu lernen. Heute ging es nach dem Mittagessen für Unterrichtsgruppe B mit dem Additum los, in dem unter anderem die Fächer Latein, Französisch, Mathe oder Musik bearbeitet wurden, während die Unterrichtsgruppe A eine Doppelstunde Chemie hatte. Der Chemieunterricht sowie die anschließende Englischstunde fanden an Land, in dem Theatersaal eines Touristencenters, statt. Ein äußerst interessanter Ort als Klassenzimmer, selbst für uns, die mittlerweile ein Segelschiff als Klassenzimmer für mehr als 4 Monate hatten.

Anschließend durfte ich eine Stadtführung durch die wunderschöne Stadt St. George’s geben. Während des einstündigen Rundgangs besichtigten wir fast alle wichtigen Sehenswürdigkeiten und ich erzählte etwas zu den jeweiligen Gegebenheiten. Beispielsweise sahen wir uns eine zerstörte Kirchenruine an und besichtigten das historisch bedeutendste Gebäude, die St. Peters Church, sowie das 1:1 Modell eines 400 Jahre alten Schiffes. Wir erhielten so einen weiten Einblick in das Stadtbild, das von alten, traditionellen Gebäuden geprägt ist und konnten uns nun ein besseres Bild der Stadt verschaffen.

Danach gab es noch bis zum Abendessen Freizeit, die – fast schon selbstverständlich – von nahezu allen genutzt wurde, um das gestern gefundene WLAN noch weiter zu nutzen. Es wurde sich um das Unterrichtsmaterial für das Additum gekümmert (was meist nur eine sehr kurze Zeit dauerte, ob nun erfolgreich oder nicht), andere meldeten sich bei ihrer Familie und Freunden oder surften einfach wahllos im Netz und genossen die Vorteile moderner Technik endlich wieder in vollen Zügen. Es gab jedoch auch ein paar „Wagemutige“, die auf eigene Faust durch die wunderschöne Altstadt schlenderten, die Atmosphäre genossen und sich auf die fleißige Suche nach Süßigkeiten, Chips, sonstigem Essen und Souvenirs begaben.

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