Badezimmer und Toiletten auf unserer Reise

Toiletten sind in Deutschland etwas ganz Normales, sie sehen überall ähnlich aus und sind meistens mit viel Hygiene verbunden. Wir KuSis sind inzwischen auf unserer Reise schon sehr vielen Toiletten begegnet, die ein bisschen anders sind als die WCs, die wir von zu Hause gewöhnt sind ,und deshalb möchte ich in diesem Blogeintrag das Augenmerk einmal dem Örtchen widmen, wo jeder Mensch mehrmals am Tag ein bisschen Zeit verbringt.

Die Thorlette:

Meine erste spannende Toilette ist die „Thorlette“.

Warum? Im Gegensatz zum WC zu Hause ist sie sehr klein und besitzt (das ist der größte Unterschied) eine Salzwasserspülung. Die Salzwasserspülung ist deswegen interessant, da sie unseren Verbrauch an Trinkwasser verringert. Thorletten werden jeden Tag eine Stunde lang mit Zitronenduft gepflegt und zum Blitzen und Glänzen gebracht.

Duschen und Klos in Falmouth:

Als wir vor ca. drei Monaten in Falmouth/England angekommen waren, freuten wir uns nach nur einer Woche auf der Thor sehr über ein großes Bad mit Ganzkörperspiegel, einer riesigen Dusche und natürlich einer Toilette. Die Toilette hier ist besonders großräumig und sehr gepflegt. Dieses Bad haben wir sehr genossen, vor allem weil wir so lange duschen konnten wie wir wollten.

Bad auf Union Island:

Auch die Bäder in der neuen Welt sind sehr spannend. Auf Union Island gingen wir in Lambi‘s Bar an einem schönen Abend, als wir karibisches Essen und Musik kennenlernten, natürlich auch in ein für dort typisches Badezimmer. Dieses ist hier sehr bunt und farbenfroh gestaltet und man geht zwischen kreativ angemalten Holzbrettern in einen kleinen Vorraum, in dem man ein großes, nicht mehr ganz so weißes Keramikwaschbecken mit einem kleinen Stück Seife daneben vorfindet. Aber auch das war trotz seines etwas einfachen Aussehens noch ein sehr schönes Badezimmer.

„Bäder“ in der Karibischen See vor den Cayos Holandes:

Hier bevorzugten wir das türkisblaue Freiwasser-Bad.

Miguels Badezimmer im Regenwald von Panama:

Bei Miguel gibt es einzelne Badehütten. Alle diese Hütten sind ebenfalls bunt gestaltet und man kann unter der Tür den Blick auf fremde Füße richten. Dreht man dort den Wasserhahn auf, plätschert gemäß dem entspannten Urwaldflair ganz gediegen ein kleiner Strahl Wasser aus der sehr dünnen Leitung. Bei den Toiletten ist es ähnlich. Nur dass dort die Spülung per Eimer funktioniert, welcher neben der Toilette unter einem kleinen Wasserhahn auf seine Benutzung wartet.

Die Badezimmer in Panama-Stadt:

Weiter ging es vom Regenwald in Richtung Panama-Stadt zum Hostel. Dort finde ich in meinem schönen Sechser-Zimmer mit weichem Bett ein großes Badezimmer mit einer Dusche vor, aus der zum Glück warmes Wasser kommt, daneben ein Waschbecken mit vielen kleinen Seifestücken geschmückt und einen Spiegel, der vom Boden bis fast zur Decke reicht. Natürlich gibt es in Panama auch Toiletten, nur diese werden ein bisschen anders benutzt. Das Toilettenpapier wandert hier nämlich nicht in die Kloschüssel, da die alten Leitungen Panamas schon ihre besten Zeiten hinter sich haben, sondern findet seine Ruhe im eigenen Mülleimer neben der Kloschüssel.

Die Bäder der Naso-Indianer in Panama:

Wiederum eine ganz andere Erfahrung sind die Bäder der Nasoindianer, es gibt hier sogar zwei unterschiedliche Arten. Zum einen gibt es dort, wie schon im Regenwald, kleine Holzhütten mit einer Toilette und einer Leitung, die aus der Wand ragt und als Dusche verwendet wird. Neben der Toilette gibt es eine provisorisch angenagelte Plastiktüte die alleine für Toilettenpapier reserviert ist. Besonders in der Nacht ist es eine Erfahrung wert, dort auf die Toilette zu gehen (ich habe mich immer irgendwie von kleinen Mitbewohnern beobachtet gefühlt).

Zum anderen gibt es im benachbarten Dorf ein „Bad“ mit Ausblick. Erst geht man kurz einen Abhang hinunter, bis man auf eine kleine „Hütte“ stößt (es ist eher ein Verschlag), diese ist gebaut aus Palmenblättern und ist vor einer supertollen Aussicht auf das Tal des Teribe (der Fluss, an dem die Naso leben) mitten in den Regenwald gestellt worden. Hinter den Palmenblättern sind dicke Holzbretter über eine Grube gelegt und in der Mitte ist ein Loch ausgesägt.

Meine persönliche Lieblingstoilette ist tatsächlich die als letzte genannte, weil ihr besonderes Flair mit einer atemberaubenden Aussicht einfach ein einmaliges Erlebnis bereitet. Erst wenn man so eine Vielfalt an unterschiedlichen Hygienestandards gesehen hat, weiß man was eigentlich Hygiene in Deutschland bedeutet und wieso es bei uns ein so wichtiges Thema ist. Ich hoffe, ich konnte mit diesem Blogeintrag einen Einblick aus einer etwas anderen Perspektive auf unsere Landaufenthalte bieten.

P.S: Liebe Grüße und alles Gute dir Chrissy zu deinem 16. Geburtstag!!!

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