Ostersonntag und erster April auf der Thor

Datum: Sonntag, der 01.04.18
Mittagsposition: 40° 39,4‘ N; 021° 32,0‘ W
Etmal: 124 sm
Wetter: Lufttemperatur: 16°C, Wassertemperatur: 15,5°C, Wind: NW 5
Autor: Thomas

Ostersonntag und erster April an einem Tag? Passt das? – Nun ja, ganz passend ist es vielleicht nicht, dass in diesem Jahr diese beiden Ereignisse auf denselben Tag gefallen sind, aber: Ostersonntag + 1. April + 48 Besatzungsmitglieder an Bord der „Thor Heyerdahl“ = ein ziemlich lustiger und ereignisreicher Tag!

Der Tag begann für mich schon um 5:20 Uhr, da ich in geheimer Oster-Mission unterwegs war. Schon in den letzten Tagen hatte ich mit Marlene E., Nick und Bene Osternester für alle Besatzungsmitglieder gebastelt. Dazu hatten wir leere Kokosnussschalen mit von Eltern geschickten Süßigkeiten gefüllt (ein großes Dankeschön von allen Besatzungsmitgliedern an die Eltern-Osterhasen hierfür!) und mit Stoff verpackt. Wir als Bord-Osterhasen machten uns nun ans Verstecken dieser Nester. Da sich an Bord eines Schiffes unzählige Ritzen und Ecken hierfür finden lassen und vermutlich allein im Maschinenraum genug Verstecke gewesen wären, war diese Aufgabe schnell bewältigt. Zuletzt versteckten wir noch unsere Nester gegenseitig, wobei wir uns natürlich besonders viel Mühe gaben – so wanderte Nicks Nest in den Luftansaugfilter des alten Generators.

Als die Sonne aufging, konnten die Osterhasen die Arbeit der Nachtwache 2 bewundern, die unsere Thor eher weniger österlich, sondern mehr gemäß des 1. Aprils dekoriert hatte: Das Fußpferd des Großsegels zierten die Schuhe der PK-Bewohner/innen und es wehten zwei Unterhosen als Gastlandflagge und Signalflagge fröhlich im Wind.

Von der Kombüse wehte nun ein guter Duft herüber – Zeit fürs Frühstück! Hierfür hatte eine eigene Osterbackschaft leckeren Osterzopf gebacken und es gab bunt gefärbte Ostereier.

Um 10.00 Uhr war es dann endlich so weit: Die Ostereiersuche begann! Fast sämtliche Besatzungsmitglieder machten sich auf die Suche und überall sah man eifrige KUSis sämtliche Ecken durchwühlen. Schon bald hatten viele ihre Nester hinter Büchern, in dunklen Fächern oder hinter Rohren zu Tage gefördert und machten sich genüsslich über ihren Schatz her. Andere waren weiterhin auf der Suche, motiviert durch andere KUSis, die deren Nester schon erspäht hatten. Bis zum Mittagessen hatten die meisten ihre Jagd erfolgreich beendet und alle konnten sich an leckeren Steaks der Backschaft stärken.

Nachmittags war etwas Pause und Zeit zum Ausruhen, oder um nach dem doch noch nicht gefundenen Nest zu suchen. Zum Kaffee verhinderte der Seegang zwar einen Rüblikuchen, doch die Backschaft hatte tolle Ostereierkekse gezaubert. Eigentlich war der Plan, nach dem Kaffee eine Osterbastelstube zu eröffnen, dies scheiterte jedoch mangels Energie der KUSis, die über eine Pause auch froh waren.

Lediglich Ferdi hatte noch genug Energie und machte sich als Sherlock Döring auf die Jagd nach dem „Klodeckeltreter“. Dieser mysteriöse Klodeckeltreter hinterlässt seit einiger Zeit immer wieder Fußabdrücke auf Toilettendeckeln, doch unser wackerer Detektiv ist ihm auf der Spur. Selbst vor dem Ostersonntag machte der Klodeckeltreter nicht Halt und Sherlock Döring sicherte mit Klarsichtfolie sämtliche Spuren. Fleißige KUSis hielten jedoch den 1. April für den perfekten Tag, um den Detektiv selbst an der Nase herumzuführen und auch ein Plan war schnell gefasst: Kurzerhand wurde ein Schuh unseres Meisterdetektivs entwendet und mit diesem ein Abdruck auf dem Toilettendeckel hinterlassen. Der nicht ganz so meisterhafte Detektiv sprang sofort auf die neue Spur an und nahm den armen, unbescholtenen Cajo mit ähnlichen Schuhen ins Visier. Doch glücklicherweise haben wir tapfere Schüler/innen, die das doppelte Spiel für unseren Detektiv beim Abendessen aufdeckten.

Abschließend können wir nun unsere Eingangsfrage zur Kombination aus Ostersonntag und dem 1. April beantworten: Passt das? Eher nicht. Ist das lustig? Ja klar! Produziert das einen ziemlich ereignisreichen Tag? Sicher doch!

Menu