Kammer, Wache, Chaos

Datum: 02.11.18
Mittagsposition: 30° 16,7′ N; 015° 48,0′ W
Etmal: 157 nm
Wetter: Lufttemperatur: 22 °C, Wassertemperatur: 22,5 °C, Wind: NE4
Autorin: Leonie

Bald haben wir die erste Seeetappe von Kiel nach Teneriffa geschafft und so steht natürlich auch die Neueinteilung der Wachen und Kammern an. Diese wichtige Aufgabe fällt in die Hände von uns Schülern*innen. Aus diesem Grund haben wir uns gestern alle zur Schülerversammlung in der Messe getroffen.
Wie wir seit der letzten Schülerversammlung wissen, kann es sehr chaotisch und anstrengend werden, wenn 34 Jugendliche in einem kleinen Raum über ein Thema diskutieren, bei dem alle gerne ihre Meinung und ihren Wunsch durchsetzen wollen.
Um am Ende trotzdem zu einem zufriedenstellenden Ergebnis zu kommen, sollte man folgende Dinge beachten:

1. Als erstes braucht man einen Projektleiter (Kai) und die zwei Schülermoderatoren*innen Bene und Melina, die die wichtigsten Kriterien zum Einteilen von Wachen und Kammern erklären. Diese Kriterien lauten:
Alle bekommen neue Wachzeiten.
Es sollten gleich viele Mädchen wie Jungen in einer Wache sein.
Jeder sollte möglichst viele neue Wachmitglieder haben.
Es müssen in jeder Wache gleich viele Schüler*innen aus Unterrichtsgruppe A und B sein.
Die Nachtwachen bekommen 9, die Tagwachen 8 Schüler.
Alle Wachen sollten gleich gut mit see- und riggfesten Leuten bestückt sein.
In einer Kammer schlafen nur Mädchen oder nur Jungs.
Es ist außerdem ratsam, in eine Kammer möglichst wenige verschiedene Wachen zu stecken, so ist es wahrscheinlicher, dass man durchschläft.

2. Im zweiten Schritt sollte beschlossen werden, ob zuerst Kammern oder Wachen eingeteilt werden. In unserem Fall wurde sich sehr schnell darauf geeinigt, erst den Wachplan festzulegen.

3. Nun sollte man die doch sehr große Gruppe aufteilen, um schneller zu einer Lösung zu kommen. Beim Aufteilen sollte man die Gruppen so bilden, dass bereits ein oder sogar mehrere der in Schritt 1 vorgestellten Kriterien erfüllt sind. (Wir haben uns Bens Vorschlag folgend in die Unterrichtsgruppen aufgeteilt.)

4. In den einzelnen Gruppen muss jetzt ein System gefunden werden, bei dem am Ende vier Wachen mit je 4-5 Personen herauskommen. Diese Wachen sollten, wenn möglich, auch alle anderen Vorgaben erfüllen. In meiner Gruppe haben wir uns in Zweier-Mädchen- beziehungsweise Jungs-Teams aufgeteillt, die wir dann zusammenführten.

5. Wurden in beiden Gruppe die Wachen zusammen gestellt, können diese unter Anleitung der Moderatoren*innen zusammengeführt werden. Hierbei ist zu beachten, dass beide Teilgruppen beim Einteilen in die Wachen dasselbe System verwendet haben, da die Wachen sonst nicht zusammenpassen (hat bei uns noch nicht so ganz funktioniert, eine Gruppe musste sich nochmal neu organisieren).

6. Wenn letztendlich doch alles zusammenpasst, werden noch letzte Veränderungen angebracht, um so viele Vorgaben wie möglich zu erfüllen. Bei uns kam es hier zu großem Geschrei, am Ende konnte aber selbst Theresa ihren Vorschlag noch durchbringen.

7. Stehen die Wachen fest, so kann man die Gruppe erneut aufteilen, um sich nun der Kammerverteilung zu widmen. Diese ist nun um einiges einfacher, da die Kammern meistens nach Wachen eingeteilt werden. Die Einteilung in die größeren Gruppen ist hier sehr einfach, Jungs und Mädchen werden getrennt.

8. Zum Schluss sollten die Ergebnisse der Versammlung am besten schriftlich festgehalten und vorgestellt werden.

9. Der letzte Schritt ist die Begutachtung und gegebenenfalls die Verbesserung der Kammer- und Wachbelegung durch den Stamm. Es kam bei uns zum Glück nur zu einer sehr kleinen Veränderung.

Sind all diese Schritte erledigt, so kann man sich auf eine aufregende, spannende und lustige Atlantiküberquerung mit seinen Kammer- und Wachpartnern freuen!

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