Grenada – kleine Insel mit großartigem Charme

Datum: 14.12.2018
Ort: St. George‘s
Wetter: Temperatur: 26,5 °C, Wassertemperatur: 27 °C, Wind: NE3
Autor: Lisa

„Auf einer kleinen Insel mit großartigem Charme, wo es überall nach Gewürzen duftet, kann man die herrlichsten Strände entdecken“, so lautet eine kurze Beschreibung unseres derzeitigen Gastlandes Grenada in einem Reiseführer. Da wir schon beim Thema „Reiseführer“ sind, werde ich Ihnen im darauffolgenden Text eine kleine Führung aus der Perspektive von deutschen Jugendlichen durch die Hauptstadt Grenadas, St. George‘s, darbieten.
Stellen Sie sich vor, Ihr altes Traditionssegelschiff läge umgeben von mehreren Luxus-Jachten in der Port Louis Marina in St. George‘s. Gegenüber von Ihnen befindet sich eine aus der Entfernung typisch aussehende Hafenstadt. Bunte Backsteinhäuser und mehrere Kirchen, die sich auf zahlreichen kleinen Hügeln verteilen. Dazu kommen einige kleine Fischerboote, von denen häufig der Geruch von frisch gefangenem Fisch hinüberweht. Um von Ihrer Seite aus dorthin zu gelangen, bieten sich drei völlig unterschiedliche Möglichkeiten an. Zunächst könnten Sie Ihren privaten Dinghi-Transfer nutzen, der Sie zu sehr unregelmäßigen Fahrzeiten binnen weniger Minuten sehr entspannt an Ihr Ziel, den Hafen von St. George‘s, bringt. Eine deutlich abenteuerlichere Art wäre die Nutzung eines Busses, welcher alle paar Minuten fährt und bereit ist, Sie an jeder beliebigen Stelle auf der Straße für ungefähr 1 US-Dollar mitzunehmen. Während der kurzen, aber wortwörtlich knackigen und vor allem waghalsigen Fahrt mit lauter, karibischer Musik lohnt es sich durchaus, das Gespräch mit den sehr aufgeschlossenen und redseligen Einheimischen zu suchen. Diese werden Ihnen einiges über die zahlreichen Pflanzen und ihre Früchte am Straßenrand, aber auch über ihr eigenes Leben und ihre Familie erzählen.
Die letzte und vermutlich gesündeste und umweltschonendste Möglichkeit für das Erreichen der größten Stadt Grenadas wäre ein etwa halbstündiger Spaziergang. Hierbei gilt es vor allem, den Links-Verkehr zu beachten, um nicht ständig Autos, LKWs oder Bussen ausweichen zu müssen.
Am Hafen, der vorwiegend als Ankerplatz für Jachten oder Fischerkutter dient, angekommen, gelangen Sie über die sogenannte „Young Street“ sehr schnell ins Herz der Stadt. Hier stoßen Sie unter anderem auf typisch britische Telefonzellen, welche die Mitgliedschaft Grenadas im „British Commonwealth“ gut erkennbar machen. Außerdem werden Sie auf riesige Kontraste treffen. So laufen viele der Einheimischen gut gekleidet in Uniformen herum und arbeiten in modernen Gebäuden, wie beispielsweise in den zahlreichen Banken. Dahingegen finden Sie zum Beispiel auf dem „Market Square“, einem der exotischsten Märkte der Karibik, viele eigenhändig gebaute Stände und kleine Buden, bei denen wortwörtlich das duftende Füllhorn Grenadas ausgeschüttet wird, aber auch Kunsthandwerk und Souvenirs angeboten werden. Aufgrund der teilweise verhältnismäßig hohen Preise ist für Sie, als Jugendlicher mit geringem Budget, die Kunst des Verhandelns sehr von Vorteil.
Nach einer ausführlichen Besichtigung des Marktes ist ein Besuch im Schokoladenmuseum sehr lohneswert. Hier können Sie sowohl einiges über die Herstellung von Schokolade erfahren als auch die Geschmacksveränderung des Kakaos beginnend bei der Kakaobohne und endend bei der fertigen Schokoladentafel selbst erkosten.
Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das „Fort George“,welches Ihnen aufgrund seiner spektakulären Lage die Möglichkeit bietet, die Pracht und Schönheit ihres Traditionsseglers von einem Hügel aus zu betrachten.
Als Abschluss Ihrer Führung geht es zum Grenada National Museum, in dem interessante Exponate zur Geschichte Grenadas von der Zeit der Kariben bis ins 20. Jahrhundert präsentiert werden. Der Rückweg lässt sich wieder wahlweise gestalten, wobei es sich anbietet, unterschiedliche Transportarten zu verwenden, um eine möglichst große Abwechslung und Flexibilität zu haben!

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