Ich packe meinen Rucksack…

Datum: 15.01.2019
Ort: Bocas del Toro
Autoren: Hanna und Matthias

… und nehme mit: eine Trekkinghose zum Laufen im Urwald, eine Ersatzhose, um nach einer Flussdurchquerung eine trockene Hose zu haben, fünf T-Shirts, damit ich, nachdem ich mit allen Klamotten im Fluss baden war, mir keine Erkältung hole, Campinggeschirr, damit ich alle Spezialitäten aus Panama genießen kann, ein Moskitonetz, um unliebe Insekten abzuwehren, eine Hängematte, um zwischen zwei Palmen einzuschlafen, Badesachen zum Badengehen am Wasserfall oder um in Minicanyons springen zu gehen, einen Schlafsack, damit ich es in kalten Nächten warm habe, ein Stofftier, damit ich nicht alleine bin, falls ich mich verlaufe, ein Handy, um in Panama-City zu telefonieren, ein Handwaschmittel, um meine schmutzige Kleidung zu waschen, Taschengeld, um Andenken und Mitbringsel zu kaufen, Schulsachen für Referate, einen Bauchgurt, um das Handy und das Taschengeld zu verstauen, eine Sonnenbrille, um die Identität zu schützen, Sneakers, um nicht in Trekkingsandalen durch die Stadt laufen zu müssen, eine Wasserflasche für die lange Fahrt nach Boquete durch David, ein Gastgeschenk, damit ich mich bei meiner Gastfamilie und den Nasos für eine wunderbare Zeit bedanken kann, ein Spanischwörterbuch, um in der Sprachschule Spanisch zu lernen, Trekkingschuhe, um auf den Baru zu steigen und Atlantik und Pazifik gleichzeitig zu sehen, Süßigkeiten, um schwere Stunden zu überstehen, eine Rolle Schnur, um fehlende Hängenmattenbänder zu ersetzen, Sportkleidung, um gegen die Naso Fußball zu spielen, ein Taschenmesser, damit ich mir einen Becher aus Bambus schnitzen kann, Wassersandalen, um auf dem Fluss Einbaum zu fahren, eine Armbanduhr, um immer pünktich zum Essen zu kommen. So, und jetzt habe ich so viel eingepackt, dass der Rucksack voll ist. Warum wil das blöde Teil nicht zugehen? Ach menno, jetzt muss das fünfte T-Shirt wohl doch in die überfüllte Unterkoje zu dem Seesack.

Zudem packe ich während Panama in meinen Rucksack…
… eine kleine Holzschildkröte, die mir die Naso-Gastfamilie geschenkt hat, leider keine Machete, weil wir die nicht nach Deutschand einführen dürfen, eine nagelneue Hängematte, die bereits von Kakerlakeneiern, falls welche drin waren, befreit wurde, eine Schlabberhose mit zugehörigem Hoodie, handgemacht aus Panama, eine Holzfigur für meine Familie, Untersetzer aus Kork, welche mit Vögeln und anderen typischen Panama-Dingen versehen sind, um meinen neuen Bambus-Becher darauf abzustellen, einen Holzlöffel, um meine Suppe auszulöffeln, ein Holzpapagei, um in meinem Zimmer eine Erinnerung an Panama zu haben.

Aber sobald sich der große Trekking- und der kleine Tagesrucksack auf den Schultern oder im Hostel bzw. im Haus der Gastfamilie / bei Miguel oder den Nasos befinden, ist man doch schon sehr glücklich, dass man ihn dabei hat, um Eindrücke aus Panama zu sammeln oder sich sein Schlafzimmer, egal wo man ist, einzurichten. So hat man immer alles dabei, was man braucht, und komischerweise passt am Ende doch immer noch das neu erstandene Mitbringsel für zu Hause in den Rucksack. Aber jetzt hat der Trekkingrucksack erstmal eine kurze Pause verdient – bis Kuba, da werden wir ihn wieder hervorholen und mit ihm wieder tolle Ereignisse erleben.

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