Logbuch vom Donnerstag, den 21.02.2019

Am heutigen Donnerstag, den 21. Februar, befinden wir uns um 12:00 Bordzeit (18:00 Uhr deutscher Zeit) auf der Position 30°23,3‘N und 074°21,5’W. Nach einer intensiven Segelperiode mit Am-Wind-Segelei stehen immer noch fast alle Segel (alle bis auf Besantopp und Flieger) bei Wind aus S mit Stärke 4, aber seit einer Stunde läuft zur Unterstützung die Maschine mit, damit wir mit ausreichender Geschwindigkeit direkt nach Ost laufen können, um damit einer Front mit Gegenwind ausweichen zu können. Alle an Bord sind gesund, von wenigen vorübergehend Seekranken abgesehen.

Nach dem Auslaufen aus Kuba beobachteten wir zunächst einzelne Fälle einer Magen-Darm-Problematik. Dank unseres Bordarztes Dieter, der uns seit Kuba und bis zu den Azoren begleitet, ließ sich diese aber schnell in den Griff bekommen. In den letzten beiden Tagen und Nächten setzte uns lediglich die rauhe See zu, die mit dem Frontdurchgang verbunden war; inzwischen haben aber sowohl der Seegang wie auch die Zahl der Seekranken deutlich abgenommen.

An Bord schließen wir heute mit dem Geschichtstest den ersten Abschnitt des schulischen Programms ab und bereiten uns auf die Schiffsübergabe vor, die morgen erfolgen soll. Bei dieser Schiffsübergabe kommt es darauf an, das Schiff über mehrere Tage ausschließlich mit nicht-elektronischen Hilfsmitteln zu navigieren, wofür aus den Reihen der KuSis bereits der Ausdruck „Bermuda-Suche“ geprägt wurde. Dennoch überwiegen natürlich Vorfreude und eine positive Spannung gegenüber der gemeinsamen Herausforderung.

Auch wir sind gespannt, zumal wir für die nächsten Tage wiederum wechselndes Wetter erwarten dürfen, mit einer Phase Gegenwind am Samstag und danach wieder S-lichen bis SW-lichen Winden. Bis zu den Bermudainseln sind es noch 540 sm.

Dr. Martin Goerke, Projektleiter an Bord, und Johannes Schiller, Kapitän

Menu