Logbuch vom 21.03.2019

Es ist Donnerstag, der 21. März 2019, und die Thor Heyerdahl liegt seit dem späten Vormittag an ihrem Liegeplatz für die nächste Woche – wir haben unser Ziel, Horta auf der Insel Faial, nach 1826 Seemeilen seit St. George’s, planmäßig erreicht. Alle an Bord sind gesund und freuen sich nach den beiden Wochen durchaus anspruchsvollen Atlantiksegelns auf den bevorstehenden Landaufenthalt.

Der zurückliegende Besuch auf der grünen Insel Flores machte die Vorfreude auf den Landaufenthalt noch größer. In kleinen Gruppen wurden unterschiedliche Wanderungen organisiert, um einen großen Teil der Insel erkunden zu können und um den unterschiedlichen Stufen der Wanderlust gerecht zu werden. Am Ende des Tages waren alle begeistert, aber müde – allerdings nicht zu müde für die bereits vormittags vorbereitete Spinat-Ricotta-Lasagne. Alles in allem war es ein rundum gelungener Tag.

Die Überfahrt von der Insel Flores hierher nach Horta war ruhig. Unter Deck wurden gestern die letzten Schulstunden absolviert und die Tests zurückgegeben, so dass wir den unterrichtlichen Teil der Etappe abschließen konnten. In den nächsten Tagen folgen noch Vorträge (zu Horta und zu Quallen) und ein Referat zum Thema Wale; heute bereits erzählte uns Anna D. etwas über die Azoren und Titus führte kurz in die portugiesische Sprache ein.

Während unseres Landaufenthalts hier findet auch erneut ein Wechsel in der Crew statt. Steuermann Marcel und Bordarzt Dieter, beide für die Atlantiküberquerung an Bord gekommen, gehen hier von Bord, und Niklas (Steuermann) und Wolfgang (Arzt) kommen an Bord, um die Aufgaben zu übernehmen. Zudem wird Simon, der bereits seit Februar an Bord ist, das Maschinistenamt von Willi übernehmen. Unser Maschinist Willi, der seit Teneriffa dabei ist und seitdem nicht nur die Maschine und zahlreiche Praktikanten betreut hat, sondern auch einigen Schülern die Kunst des Buddelschiffbaus nahegebracht hat, wird uns auf der letzten Etappe nur gedanklich begleiten können. Danke für euren Einsatz!

Johannes Schiller, Kapitän, und Dr. Martin Goerke, Projektleiter an Bord

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