Das Leben auf der „Thor Heyerdahl“, erklärt in 35 Objekten

Datum: 28.03.2019
Mittagsposition: Horta, Faial
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Autor: Kai

Wie kann man den Alltag auf der „Thor Heyerdahl“, dem Zuhause von 50 Menschen für ein halbes Jahr, so erklären, dass Außenstehende ihn verstehen? Im Reiseblog versuchen wir, das, was wir erleben, und wie wir leben, für Nicht-KUSis verständlich zu beschreiben.

Zur Vorbereitung des Blogs gehört, dass die Schülerinnen und Schüler mit mir als Deutschlehrer und Blogbeauftragten eine Absprache zum Thema treffen, wenn ihr Schreibtermin in die Nähe rückt. Wir sprechen dann über mögliche Themen und mögliche Formulierungsweisen und Textformen. Manchmal kommen sehr konkrete Themenvorschläge, manchmal grübeln wir gemeinsam über das, was zu diesem Zeitpunkt im Blog passen könnte oder was für die, die kein halbes Jahr auf einem Traditionssegler verbringen können, spannend sein könnte.

Vor einigen Wochen sprach Romy in der Wache am Ruder mit mir über ihren Blogeintrag, der noch weit voraus lag. Sie überlegte, über einen bestimmten Gegenstand zu schreiben, der stellvertretend für das Leben hier an Bord stehen könnte. Im Gespräch fiel mir ein, dass diese Idee in einer anderen Art und Weise schon existiert:

Neil MacGregor, ehemaliger Leiter des British Museum in London, mittlerweile in Berlin für die inhaltliche Ausgestaltung des Humboldt-Forums im neuen Berliner Schloss zuständig, hat vor Jahren eine Serie für das BBC-Radio verfasst. Er wählte 100 Objekte aus der Sammlung des British Museum aus, die stellvertretend für die Menschheitsgeschichte stehen (das zugehörige Buch ist unter dem Titel „a history of the world in 100 objects“, auch in deutscher Übersetzung, zu finden). In 100 Beiträgen stellte er von der frühen Geschichte der Menschheit bis heute einzelne Objekte vor, die für die jeweilige Epoche und Entwicklungsstufe repräsentativ stehen.

Wir versuchen in einer losen Reihe von Beiträgen nun ein ähnliches Projekt: In 35 Objekten möchten wir den Leserinnen und Lesern des KUS-Blogs erklären, wie unser Bordalltag aussieht. Wir haben verschiedene Gegenstände ausgewählt, die Landratten mal mehr oder mal weniger bekannt vorkommen sollten, die aber immer „pars pro toto“ für unseren Bordalltag stehen.

Als Impulsgeberin wird Romy mit einem Beitrag über den Allzweckbeutel beginnen und versuchen, die vielen Zeitpunkte und Einsatzmöglichkeiten dieses alltäglichen Gegenstandes zu beschreiben. Es folgen dann bis Kiel 34 weitere Einträge neben unseren normalen Blogeinträgen – unter anderem über sogenannte Leisebommel, die Wühlkiste, Zeiser oder das sagenumwobene Kojenbrettaufhaltegerät, aber auch das Typhon, das Ankerspill oder „Bref Power“ werden den Weg in diese Reihe finden.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

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