Logbuch vom 11.04.2019

Am heutigen Donnerstag, den 11. April 2019, liegen wir mit der Thor Heyerdahl im Hafen von Falmouth zwischen zwei Festmachtonnen. Alle an Bord sind gesund, wohlauf und erleichtert, nach der windmäßig schwierigen letzten Etappe über den Atlantik wieder die Britischen Inseln und damit Kerneuropa erreicht zu haben.

In Falmouth schließt sich für unsere Reise ein Kreis: Genau hier lagen wir schon auf der Hinreise! (Symbolisch zeigte der Bug dabei in die andere Richtung). Seitdem ist nicht nur viel Zeit vergangen und wir haben viele Meilen zurückgelegt, wir haben auch viel erlebt – sowohl miteinander als auch jede/r für sich. Der heutige Tag steht daher unter dem Vorzeichen einer Rückschau auf die Reise. Von morgen an geht der Blick wieder nach vorn, auf die anstehende Schiffsübergabe und dann auf das Heimkommen nach Kiel. Die Schüler werden das Schiff im Englischen Kanal übernehmen und bis zur Elbmündung segeln – oder nach der derzeitigen Wettervorhersage auch die Maschine zu Hilfe nehmen müssen. Sobald wir morgen Diesel gebunkert haben werden, können wir losfahren; im Moment liegt der aviserte Tank-
Termin allerdings erst am Abend.

Hier in Falmouth verlässt uns planmäßig unser Bordarzt Wolfgang, der uns von den Azoren hierher begleitet und mit darauf geachtet hat, dass alle an Bord gesund sind und bleiben. Für die restliche Strecke sind wir – anders als auf den Atlantiketappen – immer in unmittelbarer Küstenreichweite, sollte doch etwas passieren. Ebenfalls planmäßig ist Alex als Steuermann wieder zugestiegen, um uns auf der letzten Strecke durch den Kanal und die Nordsee zu unterstützen.

Johannes Schiller, Kapitän, und Dr. Martin Goerke, Projektleiter an Bord

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