Zwei Tage anders als geplant

Datum: 01.02.2026
Mittagsposition: 21°49,8‘N; 084°30,1’E
Etmal: 89 sm
Wetter: Lufttemperatur: 23 °C, Wassertemperatur: 25 °C, Windrichtung und Stärke: NzW5

Um 04:30 Uhr werde ich zu meiner Wache geweckt. Es ist ein sehr schöner Morgen und man kann am Horizont Kuba und einen wunderschönen Sonnenaufgang sehen.
So beginnt für mich der letzte Tag vor unserem großen Landaufenthalt. Da heute die Behörden für die Einklarierung an Bord kommen sollen, muss wirklich alles auf Hochglanz geputzt sein. Das ist auch der Grund, weshalb wir sogar während den letzten zwei Nächten geputzt haben. Morgens ahnen wir allerdings noch nicht, dass uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung machen und alles anders laufen wird als geplant.

Es gibt für alle um 06:30 Uhr ein allgemeines Wecken, damit wir es noch schaffen, ein gründliches Reinschiff durchzuführen, bevor der Besuch an Bord kommt. Leider ändert sich die Lage, da der Wind und damit auch die Wellen zunehmen, sodass die Behörden es als zu gefährlich empfinden, mit dem Boot zur Thor zu kommen. Deshalb machen sich Corinna, Julia, Ingo, Henry und die Tagesprojektleitung (Leo und Lili Sol) mit unserem Rescueboot auf den Weg an Land, um uns einzuklarieren, was leider erfolglos bleibt. Währenddessen können wir an Bord nach langer Zeit endlich mal wieder Ruhe genießen, uns ein bisschen entspannen und Schlaf nachholen. Wie einige andere KUSis nutze hingegen auch ich die wertvolle Zeit, um anstehende Referate oder Vorträge vorzubereiten. Zu dem Zeitpunkt ist mir allerdings noch nicht klar, dass mein Vortrag noch an diesem Abend stattfinden soll, weshalb der Nachmittag ein wenig stressig für mich wird.

 Um uns richtig auf Kuba einzustimmen, schauen wir uns am Abend gemeinsam in der Messe den Film „Buena Vista Social Club“ an. Dazu gibt es für jeden eine originale kubanische Cola, die uns die Tagesprojektleitung vom Strand mitgebracht hat.

Der nächste Tag startet mit einem leckeren Seemannssonntagsfrühstück mit Rührei, Bagels, Croissants und vielem mehr. Danach beginnt der Packstress. Neben dem Ausziehen aus den Kammern und dem Packen der Rucksäcke, müssen auch noch viele andere Dinge erledigt werden. Einige kümmern sich um unsere Fahrräder für die nächsten Tage, andere um die Spenden und einige beginnen mit dem Packen. So verwandelt sich die Thor ganz schnell zu einem wuseligen und fleißigen Ameisenhaufen. Um an die Fahrräder zu gelangen, öffnen wir die Ladeluke und holen nach und nach die verstauten Räder heraus und bauen sie schon mal zusammen, sodass sich das Achterdeck schnell füllt und sich der Zwischenboden immer weiter leert, was unseren Bootsmann Henry besonders freut. Zur selben Zeit kümmern sich andere um diverse Spenden, die wir in Kiel in der Werftzeit in den Unter-Unterkojen verstaut haben. Diese werden auf alle Rucksäcke und Drybags verteilt, sodass alle sicher und trocken das Land erreichen.

Als am Abend alle Arbeiten abgeschlossen sind, hören wir uns gespannt und mit voller Vorfreude auf unseren bevorstehenden Landaufenthalt Almas Referat über „Kubanische Musik“ an. Anschließend genießen wir ein letztes Mal für die nächsten zwei Wochen ein leckeres Abendessen auf der Thor. Bevor alle mehr oder weniger früh schlafen gehen, werden noch die letzten Dinge eingepackt, geputzt und Briefe geschrieben.
So endet mal wieder ein sehr voller, aber dennoch sehr schöner Tag auf der Thor…

KUS-Ticker

Samstag, 31.01.2026

  • 14:00 Uhr: Ankern vor „Maria la Gorda“
  • 17:30 Uhr: Vortrag über „Landeskunde Kuba“ von Cornelius

Sonntag, 01.02.2026

  • 17:30 Uhr: Referat über „Kubanische Musik“ von Alma