Logbuch vom 31.03.2025

Wir befinden uns am 31.03. um 12:00 Uhr BZ (=UTC) auf der Position 47°40`N und 013°42´W und laufen mit Maschinenunterstützung den Kurs 065° mit 3,3 kn. Wir haben Wind aus ESE 5-6, der Seegang ist ca. 2-3m. Die Luft- und Wassertemperatur betragen 13,5 °C. Ab und an passieren wir dichte Nebelfelder. An Bord sind alle wohlauf, wenige kränkeln etwas mit einer Erkältung.

Das Hoch, an deren westlicher bzw. nordwestlicher Kante wir mitgelaufen sind, ist nach NE weggezogen, so dass der Kern nun leider nördlich bzw. nordöstlich von uns ist und uns starke östliche Gegenwinde bringt. Diese Wetterlage bleibt laut Vorhersagen mindestens bis Ende der Woche bestehen und wird uns weiterhin ESE-E Winde 5-6, in Böen bis 7 bescheren.

Das Wochenende verbrachten wir noch bei herrlichem Sonnenschein und geringen Winden. Freitagnachmittag hörten wir das spannende Referat von Julius zu Überfischung der Weltmeere, anschließend folgten die Projekttreffen. Am Samstag fand ein typischer Samstag auf See statt: nachmittags brachten wir nach einer Woche auf See zunächst durch Großreinschiff unser Zuhause auf Vordermann, gefolgt von einer lustig-moderierten Lost&Found-Versteigerung durch Leon und Anton auf dem Achterdeck. Das nachfolgende Besanschot-An wurde durch viele musikalische Beiträge u.a. durch das Musikprojekt mit einer „Jodeleinlage“, aber auch mit instrumentalen Beiträgen von Johannes M. & Finn, Caspar & Luki und einem Gedicht von Vroni bereichert. Es folgte eine Schülerversammlung und abends lief in unserem Bordkino der Film „About time – alles eine Frage der Zeit“.

Neben dem Genuss leckerer Mahlzeiten am Sonntag, wie einem bayerischen Essen mit Leberkäse, süßem Senf und Brezen zum Mittag und Fisch mit Reis und grünem Salat zum Abendessen, konnten wir bei den Präsentationen über die Expis auf den Azoren die Herausforderungen und Erlebnisse der drei Expi-Gruppen gemeinsam Revue passieren lassen.

Morgen ist der letzte Unterrichtstag der Reise im Zweigruppensystem. Schulischen Inhalten widmen sich die Jugendlichen dann weiterhin in der Freiarbeit, welche durch die Lehrkräfte betreut wird.

Bis Eingang Englischer Kanal sind es noch ca. 340 Seemeilen.

Dr. Ruth Merk, pädagogische Leiterin und Detlef Soitzek, Kapitän