Reis mit Bohnen oder Bohnen mit Reis
Schon vor unserer Reise wurden uns viele Tipps von den Ex-KUSis mitgegeben, unter anderem eben auch für Kuba, welches eines unserer Highlights der Reise darstellt. Ein Tipp war, ein paar Snacks mitzunehmen, denn auch wenn die Kubaner/-innen uns mehr geben, als sie verkraften, ist der Hunger von 34 KUSis nicht so schnell gestillt. Vor allem in der aktuellen Lage ist dieser Landaufenthalt für uns alle eine besondere Erfahrung und eben auch im kulinarischen Sinne.
Ein wichtiger Teil unseres Landaufenthaltes ist natürlich der Besuch der Friedrich-Engels-Schule. Dort verbringen wir die Tage mit den Schülerinnen und Schülern und essen auch mit diesen zusammen. Am Vormittag gibt es für uns täglich einen Snack (nämlich Eis) und kubanische Leberkässemmel oder auch eine Art Joghurtdrink. Für uns scheint das im ersten Moment vielleicht nicht wie eine krasse kulinarische Besonderheit, aber als wir die kubanischen Schülerinnen und Schüler danach fragen, ob das normal wäre, antworten diese damit, dass sie sich nicht dran erinnern würden, wann es dies das letzte Mal gab. Nach diesem leckeren Start gibt es zum Mittagessen Bohnen, Reis, Kohl und eine Wurzel, die sehr ähnlich wie Kartoffel schmeckt. Für die Personen, die Fleisch essen, gibt es noch gulaschartiges Fleisch und dann zum Nachtisch Guavenmarmelade – blank. Diese gibt es für uns auch nicht nur in der Schule, sondern auch in den Hotels und Restaurants. So gut wie immer können wir diese drei Gänge genießen und auch dort gibt es für uns Reis mit Bohnen oder Gemüse. Manchmal gibt es auch Salat und auch Brötchen mit würzigem Käse.
Da es zu den Mahlzeiten im Hotel aber meistens relativ wenig gibt, essen wir während dem Landgang dafür umso öfters und mehr. Die Preise auf dem Markt, im Laden oder am Pizzastand sind für uns sehr niedrig, deshalb ist Pizza neben Reis, Bohnen und Müsliriegeln auch zu unserem Hauptnahrungsmittel geworden. Diese kubanische Pizza, auch ,,Pesopizza“ genannt, hat früher tatsächlich nur einen Peso gekostet. Mittlerweile liegt der Preis bei ca. 250 Peso, was etwa einem halben Euro entspricht. Sie hat einen Durchmesser von 25 cm und besteht aus einem sehr fluffigen Hefeteig, etwas Tomatensoße und kubanischem Käse. Am zweiten Tag der Fahrradtour durften wir diese das erste Mal genießen. Jeder hat zwei bis drei Stück bekommen. Nach dem Verzehr der „Pesopizzen“ ist man auch gut gesättigt. Meistens wird sie zusammengeklappt wie ein Taco gegessen. Außerdem gibt es dazu oft eine Dose Cola, aber nicht irgendeine Cola. Da es in Kuba sehr selten die bekannte Coca Cola gibt oder diese dann sehr teuer ist, gibt es hier Tukola. Diese schmeckt sehr ähnlich, hat aber doch einen sehr leckeren Eigengeschmack. Vielen von uns schmeckt sie sogar so gut, dass wir Läden leer gekauft haben und ganze Paletten nach Deutschland mitnehmen.
Es ist sehr bewundernswert, wie die Kubaner/-innen mit wenigen Ressourcen gezwungenermaßen zurechtkommen und uns trotzdem mehr Essen anbieten, als sie eigentlich selbst haben und abgeben können und dafür sind wir sehr dankbar.
