Werftzeit – Was gibt’s eigentlich alles zu tun? 

Datum: 10.10.2026
Mittagsposition: Kiel

Bevor unser großes Abenteuer richtig losgeht, gibt es während der Werftzeit noch einiges zu erledigen. Das Schiff muss vorbereitet, Material sortiert und jede Menge organisiert werden. Wir haben uns deshalb einmal umgehört: Wer kümmert sich eigentlich worum und wie läuft die Arbeit so?

Während wir im Büro die ersten Blogs unserer Reise schreiben, werden parallel schon unsere KUS-Klamotten von Jona und Anna sortiert und zugeteilt. Zwischen dem Klamottenchaos in unserem Büro müssen die beiden allerdings spontan in die Küche, um Felicitas und Phillip beim Backen eines Kuchens für die freiwilligen Werfthelfer/-innen zu unterstützen. Beide machten einen erleichterten Eindruck, neben den ganzen Pullis, T-Shirts und Polos auch mal etwas Anderes sehen zu können.

Keanu, Pia, Jonathan und Luis sind Teil der Expi-Gruppe. Zelte sortieren, Schnorchel vorbereiten und alles auf der Thor einräumen. Obwohl die Arbeit laut Keanu ein bisschen eintönig sein soll, ist die Stimmung in der Gruppe gut. Etwas ruhiger geht es zumindest auf den ersten Blick bei Julia, Letizia und Benni zu. Sie kümmern sich um die Bibliothek, sortieren Bücher in Kategorien, tragen neue Exemplare ins System ein und reparieren beschädigte Bücher. Dabei haben sie einige besonders interessante Bücher entdeckt wie z.B. „Die Kunst Elchurin frisch zu halten“. Julia gefällt die Arbeit, weil sie mitbestimmen darf, welche Bücher in die Bordbibliothek einziehen. Mit viel Spaß und lautem Lachen arbeitet die Gruppe während der Werftzeit an unserer Unterhaltung für die ganze Reise.

Neben uns im Büro sitzen Jonathan und Karl, um alle Rezepte, die wir von zuhause mitgebracht haben, auszudrucken und anschließend zu laminieren. Dabei wird sich lautstark über die unterschiedlichen, „falschen“ Dateiformate beschwert. Allerdings findet Jonathan die Arbeit immer noch besser als Kühlschrank putzen. Im Gegensatz zu ihm putzt die Proviantgruppe die Kühlkammern gerne. Nachdem diese glänzen, kann die Gruppe mit dem Einräumen von unzähligen Lebensmitteln beginnen. Davor wurde schon fleißig Käse vakuumiert, Gemüse und Obst gewaschen und Sauerteig vorbereitet. Immer wieder spekulieren Luise, Nils, Talya und Phillip über die ganzen möglichen Gerichte der ersten Etappe und tauschen Ideen über gute Rezepte aus.

Neben diesen Aufgaben bereiten Konstantin und Anu ihre Referate für die erste Etappe vor. Daneben schreiben Paul S. und Lavie als Vertretung der KUSis die Rede für unser Auslaufen. Moritz und Magnus helfen während der Werftzeit motiviert der Projektleitung die bürokratischen Angelegenheiten zu regeln. Dazu gehört es, Unterlagen aller Teilnehmenden zu ordnen und die Crewliste zu erstellen. Ähnlich wie wir schauen auch Jane, Kyra und Paul D. vom Fotoprojekt bei allen Gruppen vorbei und übernehmen den Job der Dokumentation. Dabei werden erste Eindrücke festgehalten. Auf den Fotos sieht man Momente voller Eifer und strahlende Augen. Das Team hat viel Spaß bei der Arbeit und alle fangen voller Elan tolle Erinnerungen an die ersten Tage unserer KUS-Reise ein.

Dann ist da noch Conni… Conni kann kochen, Conni kann backen, kurz Conni kann alles – wurde uns erzählt. Und erstaunt stellen wir bei unserer ersten Backschaft dann fest, dass Conni gar kein Mensch ist. Eine Küchenmaschine wartet auf Jona, Keanu und Svenja, die laut Ex-KUSis unser Leben deutlich vereinfachen wird und auch bei diese drei haben in ihrer Backschaft festgestellt, wie großartig sie ist!

Damit das mit der Hygiene aber auch passt, muss erst einmal Reinschiff gemacht werden. Dazu gehört vor allem alles einmal zu putzen. Doch auch beim Putzen der Sanitäranlagen bleibt der Spaß, sind wir doch immer in Gedanken auf das, was da noch kommt.

Auch der Rest hat parallel tüchtig und voller Freude bei den übrig gebliebenen Werftarbeiten unterstützt. So schnell können wir gar nicht schauen, die Werftzeit ist fast vorbei und wir können schon auf der Thor einziehen. Seesäcke schleppen, Chaos im Zimmer und laute Musik zum Mitsingen in den Gängen. Voller Eifer werden Regale eingeräumt, Betten bezogen und die mitgebrachten Fotos von Freunden und Familie an die Wand gepinnt. Voller Aufregung und Glück sind wir also bereit für die erste Nacht auf der Thor. Die Abschlussrede sitzt, die Musik für das Auslaufen ist vorbereitet und die Kojen sind eingerichtet. Wir würden sagen, jetzt sind wir ready, um in See zu stechen.