¿Quiero un descuento de dos dólares por favor?
Datum: 28.12.2025
Mittagsposition: 09°32,9‘N; 078°57,1’W
Etmal: 73 sm
Wetter: Lufttemperatur: 31 °C, Wassertemperatur: 28,5 °C, Windrichtung und Stärke: NE 2-3
Dieses Wochenende war kein typisches Wochenende auf der Thor. Wobei, wann ist es das denn? Der Samstag startete für uns mit der Vorstellung für den Landaufenthalt Panama und einer Schülerversammlung. Im Anschluss an das Mittagessen und an die letzte Unterrichtsstunde für die nächsten paar Wochen fand auch noch ein Projekttreffen statt, bei dem man aus allen Ecken und Enden des Schiffes ein aktives Planen für den kommenden Landaufenthalt hören konnte. Als das Abendessen beendet war, hörten wir dann die Fahrwache laut „Land in Sicht“ rufen. Alle stürmten zur Reling, um die Umrisse des Landes bewundern zu können. Die Euphorie nahm jedoch schnell ab, als die Klingel zum Referat über die indigenen Völker Panamas von Lilly geläutet wurde, doch als uns das Thema erklärt wurde, war unser Interesse geweckt und alle hörten gebannt zu.
Auch die Nachtwachen für uns waren von Samstag auf Sonntag anders als gewohnt. Während der Wachzeit von Wache 1, also von 23:00 bis 02:00 Uhr, ließen wir die Anker fallen und in der Zeit darauf waren alle damit beschäftigt, nach und nach Segel zu packen, Sonnensegel zu spannen und die Dinghis in das Wasser zu lassen.
Am folgenden Morgen konnten wir das erste Mal unsere Umgebung bewundern. Ihr könnt euch das so vorstellen: Ein blauer Himmel mit vereinzelten Schäfchenwolken geschmückt. Wasser, das sich zu den Stränden hin in den verschiedensten Nuancen von Türkis färbte und dann waren da noch die Inseln mit aneinandergereihten kleinen Hütten und vereinzelten Palmen. Egal in welche Richtung man schaute, kleine Landstreifen tauchten auf, von denen manche auch unbewohnt waren. Ab und zu fuhren Guna-Indigene auf Booten vorbei und die ersten Delfine wurden gesichtet.
Geplant war eigentlich, den Biologietest um 09:45 Uhr zu schreiben, doch wir warfen den Zeitplan kurzzeitig über den Haufen, da die Einheimischen schon darauf gewartet haben, ihr selbstgemachtes Handwerk zu verkaufen. Deshalb fand auch in dem eigentlichen Zeitraum des Testes ein kleiner Markt auf der Thor statt. Innerhalb von wenigen Minuten war unser Hauptdeck voller verschiedener Farben und wir wussten gar nicht, wo wir überhaupt als erstes hinschauen sollten. Es gab Molas (eine traditionelle Näharbeit), Ketten, Armbänder und noch vieles mehr. So konnten wir auch unsere neu gewonnenen Spanischkenntnisse auf die Probe stellen, doch das Verhandeln hat sich trotzdem als schwierig herausgestellt. Der meistgesprochene Satz war: „¿Quiero un descuento por favor?“ (übersetzt: „Könnte ich bitte einen Rabatt bekommen?“). Eine Stunde später und einige Dollar ärmer, haben wir dann doch den Biotest geschrieben. Eine besondere Erfahrung, wie wir später gemerkt haben, denn danach war das Thema meist nicht der Test an sich, sondern nur die besonderen Umstände, unter denen er geschrieben wurde.
Der Nachmittag brachte ein weiteres Highlight: das Einbaumsegeln. In Gruppen wurden wir zu einer der vielen Inseln gebracht und konnten sowohl die Insel erkunden als auch miterleben, wie auf traditionellen Einbäumen gesegelt wird. Nach einem spannenden und großartigen Tag sowie neun Tagen auf See begannen die Ankerwachen und der Alltag unter Anker pendelte sich ein. Nun wird es ruhiger; alle bekommen etwas mehr Schlaf und viel Freizeit.
Kurz gesagt: Die Riffferien starten.
KUS-Ticker
Samstag, 27.12.2025
- 10:00 Uhr: Vorstellung des Landaufenthalts „Panama“
- 11:00 Uhr: Schülerversammlung
- 15:15 Uhr: Projektetreffen
- 19:00 Uhr: Referat über die „Indigenen Völker Panamas“ von Lilly
Sonntag, 28.12.2025
- 09:30 Uhr: Markt der Guna-Indigenen
- 10:45 Uhr: Biologietest
- 14:10-18:00 Uhr: Landgang
