Wie komme ich mit meinem Spanisch auf Kuba zurecht?

Vor unserem Landaufenthalt auf Kuba befürchteten wir, dass unsere Spanischkenntnisse nicht ausreichen, und dass wir uns nicht gut genug mit den Kubanerinnen und Kubanern verständigen können. Jedoch war diese Sorge unbegründet, da man meistens, bevor man eine Konversation starten konnte, schon begrüßt und in ein Gespräch verwickelt wurde.
Besonders am Anfang waren die Gespräche noch sehr einseitig, aber schon nach einigen Tagen hatten wir ein breiteres Vokabular aufgebaut und die Verständigung fiel uns leichter. Es war allerdings nicht so einfach, die Wortwechsel zwischen Kubanerinnen und Kubanern zu verstehen, denn durch den kubanischen Akzent und die Geschwindigkeit wurde es für uns nahezu unmöglich, sich einen Reim auf das Gesagte zu machen. Wenn jedoch langsam und laut gesprochen wurde, konnten wir nach einigen Tagen zumindest den Sinn der Unterhaltung erkennen.

Uns alle hat es beeindruckt, wie schnell man nur durch Zuhören die Grundzüge einer Sprache lernen kann. Auch wenn unsere mühsam formulierten Sätze grammatikalisch schlecht und der Satzbau falsch waren, wurde von den interessierten Gesprächsteilnehmenden der Sinn meistens verstanden.
Wenn man doch mal Unterstützung bei der Formung eines Satzes benötigte oder auch nur ein paar Vokabeln brauchte, waren unsere Fortgeschrittenen (wie Mateo oder Lilly) sehr hilfreich. Und falls sie nicht zur selben Zeit am selben Ort waren, musste man sich eben mit Händen und Füßen verständigen.
Es entstehen jedoch durch die Sprachbarriere immer wieder unerwartete und witzige Situationen. Zum Beispiel fragten wir einen Schüler, wie viele Schüler auf der Schule sind. Leider beherrschten wir aber nur die Zahlen von 1-20. Außerdem probierten wir dem Rezeptionisten zu erklären, dass der WLAN- Code nicht funktioniert.
Insgesamt macht uns die Verständigung mit den Kubanerinnen und Kubanern trotz allem Spaß und beschert uns oft witzige Situationen. Viele sind sogar so begeistert, dass sie zu Hause weiter Spanisch lernen wollen. Denn während unserem Aufenthalt auf Kuba haben wir gemerkt, wie bereichernd der Austausch zwischen zwei Kulturen ist und dass diese Sprachbarriere doch sehr hinderlich sein kann. Aber welcher Ansporn, eine neue Sprache zu lernen, könnte besser sein?