Schiffsübergabe, die zweite
Datum: 22.02.2026
Mittagsposition: 30°58,3‘N; 068°21,7’E
Etmal: 157 sm
Wetter: Lufttemperatur: 21,5 °C, Wassertemperatur: 20 °C, Windrichtung und Stärke: WSW 5
Es ist Freitag 09:00 Uhr morgens und wir versammeln uns auf dem Hauptdeck. Unser Kapitän, (Johannes) und unsere Projektleitung (Jakob) stehen wie bei jeder Ansage wieder vorne. Doch es folgt nicht irgendeine Ansage, sondern die Verkündung der Positionen für die zweite Schiffsübergabe. Nach jedem Amt wird lautstark applaudiert, bis schließlich alle vergeben sind.
Wir haben nun also einen Schülerstamm:
Kapitänin: Lenya; Steuerleute: Johannes L. und Fenja; Projektleitung: Lili Sol und Lukas; Wachführer/-innen: Kora, Inga, Markus und Johannes B.; Copis: Paula, Rudi, Solveig und Theresa; Proviantmeister/-innen: Lotte, Leonie und Conni; Bootsfrau: Lena; Maschinistin: Clara D.; Videograph: Hannes; Kulturförderer: Moritz und Elias.
Bis das Schiff allerdings übergeben werden kann, ist noch einiges zu tun. Es werden die Route und die folgenden zwei Tage geplant, Wachführer und Copis auf die Wachen verteilt, ein Speiseplan erstellt und vieles mehr, sodass es um 11:00 Uhr losgehen kann. Nun versammeln sich wieder alle auf dem Hauptdeck und Kapitän Johannes übergibt durch ein Händeschütteln die Thor Heyerdahl an Lenya.
Voller Vorfreude widmet sich jeder seinen neu gewonnenen Herausforderungen. So treffe ich mich mit Leonie und Lotte in der Messe, um direkt mit den Proviantaufgaben zu starten. Dazu gehören neben dem Ausdenken von passenden Gerichten und dem Packen von Essenskisten für die Backschaft, auch sehr viele andere Dinge, wie beispielsweise die Bestände von Milch, Nudeln und Reis zählen und bei Fragen immer ein offenes Ohr für die Backschaft haben. Es gibt auf jeden Fall so viel zu erledigen, dass wir die nächsten Tage immer was zu tun haben. Im Vergleich zur Arbeit mangelt es uns dafür ganz schön an Schlaf, da wir zusätzlich auch noch Wache gehen müssen. Es macht uns aber dennoch sehr viel Freude in die Proviantwelt einzutauchen.
Der Samstag verläuft eigentlich wie ein normaler Samstag auf See, also mit Großreinschiff und Besanschot an. Ich glaube, wir alle genießen es mal wieder sehr, den Nachmittag gemeinsam auf dem Achterdeck zu verbringen. Es werden mehrere kulturelle Beiträge zum Besten gegeben, unter anderem auch von unserem Kulturförderer Moritz. Dazu kommt die allwöchentliche Lost-and-Found-Versteigerung, ein leckeres Getränk und ein Stück Kuchen.
Da wir ab Sonntagnachmittag Sturm erwarten, müssen wir noch einige Vorbereitungen treffen. Zum einen muss alles seeklar gemacht werden, das heißt, so verstaut werden, dass nicht alles bei dem erwarteten Seegang durchs ganze Schiff fliegt. Zum anderen sollte das Groß und der Schoner gerefft werden. Das bedeutet, die Fläche des Segels zu verkleinern, um es vor dem Wind zu schützen. Das war die letzte Aktion, bevor die Thor am Sonntagmittag zurückübergeben wird.
Wie zwei Tage zuvor, aber diesmal in der Messe, versammelt sich also wieder die nun sehr auf das Ergebnis gespannte Besatzung. Es werden die von unserer Schiffsführung errechnete Position und die GPS-Position verkündet. Wir liegen tatsächlich nur 1,5 sm neben unserer ermittelten Position, was eine sehr gute Leistung ist! So endet also unsere sehr erfolgreiche zweite Schiffsübergabe mit einer sehr guten Stimmung an Bord.
KUS-Ticker
Samstag, 21.02.2026
- 13:00 Uhr: Referat „Der alte Mann und das Meer“ von Simon
- 15:30 Uhr: Besanschot an
Sonntag, 22.02.2026
- 12:00 Uhr: Ende der Schiffsübergabe
