Brest
Datum: 25.10.2026
Mittagsposition: 48°15,1N; 004°41,2W
Etmal: 12 sm
Wetter: Lufttemperatur: 12 °C, Wassertemperatur: 16 °C, Windrichtung und Stärke: ESE 4
Der Tag in Brest begann in der Früh mit einem frischen Stück Baguette vom Bäcker direkt im Hafen, sodass wir schon auf den kommenden Landgang eingestimmt waren. Doch damit wir am nächsten Tag ein kleines Fenster im Wetter erwischen und durch die Biskaya segeln können, räumte und putzte jede Wache erst noch ihren Bereich gründlich auf, damit das Schiff wieder seeklar wurde. Anschließend hörten wir uns noch ein sehr lehrreiches Referat von Kyra über Kartographie an.
Danach ging es endlich los zum lang ersehnten Landgang.
Gemeinsam zogen wir in kleinen Gruppen zu dritt oder mehr los, mache sogar in Ölzeug, was sich als sehr sinnvoll herausstellte. Fast alle suchten erstmal einen Supermarkt auf, um ihre Vorräte aufzufüllen. Auf dem Weg schauten sich manche noch die Stadt an, die auf den ersten Blick ein wenig düster wirkte. Doch beim genaueren Hinsehen war sie eigentlich ganz schön, wenn wir auch einen sehr regnerischen Tag erwischt hatten. Alle ohne Ölzeug kamen tropfnass zurück und musste ihre Klamotten erstmal in den Wäschetrockner legen, welcher dann die ganze Nacht durchlief.
Alle großen Plätze sollten wir während des Landgangs meiden, weil dort Proteste von Schülern stattfanden. Deshalb waren auch viele Geschäfte geschlossen oder sogar verbarrikadiert. Am Nachmittag ließ der Regen dann nach und die meisten von uns probierten im Hafen noch Restaurants aus, in denen wir französische Spezialitäten wie beispielsweise Galette aßen. Die Zeit war zwar knapp, aber alle konnten sich einen guten Überblick über Brest verschaffen.
Am nächsten Morgen ging es schon früh los. Alle mussten um 6:30 Uhr aufstehen, damit wir rechtzeitig auslaufen konnten. Als wir kurz nach einem wunderschönen Sonnenaufgang die Bucht von Brest verließen, ging es wieder mit dem Seegang los und es erwarteten uns bis zu 4 Meter hohe Wellen. Um nicht in zu raue Gewässer zu kommen, hielten wir uns nahe an der Küste und segeln jetzt die Westküste von Frankreich entlang. Trotzdem wurden manche von uns seekrank und haben deshalb die „Super-Seemanns-Sonntags-Seekrankheitssuppe“ genossen. Die meisten waren am Nachmittag sehr erschöpft vom frühen Aufstehen sowie dem Ablegemanöver und legten sich mittags noch einmal hin. Vorm Schlafengehen begleitete uns wieder eine Delfin Schule in der Bugwelle. Diejenigen die noch wach waren, dachten nicht lange nach und liefen direkt in Socken zum Bug. Danach hatte jede Nachtwache das Glück im Ausguck immer wieder Delfine entdecken zu können.
KUS-Ticker
Samstag, 24.10.2026
• 10:00 Uhr: Referat Kartographie
Sonntag, 25.10.2026
• 8:00 Uhr: Ablegen und Verlassen des Hafens von Brest
