Das 24-h-Solo

Manche freuten sich darauf, andere blickten dem 24h-Solo mit Besorgnis entgegen.
Am Samstag, direkt im Anschluss an das Beach-Clean-Up mit der Organisation „No more plastic for the Acores“, begann unser Solo.
Nach dem Mittagessen bekamen wir eine Packliste, die nur das Nötigste enthielt, um uns möglichst wenig abzulenken. Deshalb bestand unser Proviant auch nur aus einer Karotte, einer Banane, einem Apfel und zwei kleinen Kekspackungen. Nach einer Dreiviertelstunde Chaos unter Deck, in dem alle KUSis herumwuselten, gingen wir los. Dafür liefen wir ein paar hundert Meter zu einem Platz, an dem wir von den Taxis abgeholt wurden, die uns auf den Berg in Faial fuhren. Dort angekommen erklärte Ruth uns die Kriterien der Platzwahl und gab uns dann eine halbe Stunde Zeit, um einen ruhigen Ort für unser Solo zu finden. Im Anschluss trafen wir uns alle noch ein letztes Mal und besprachen die Regeln. Beispielsweise war es Teil des Solos, alle Uhren abzugeben und sich auf diese Erfahrung einzulassen. Als Gedankenanstoß und Einleitung der vor uns liegenden Zeit haben wir noch einen Text angehört. Wir nahmen alle unsere Sachen und begaben uns in Stille zu unserem Ort.

Als Erstes richteten wir uns alle ein, spannten Hängematten und machten es uns bequem. Die einzige Aufgabe, die wir während des Solos hatten, war, einen Brief an uns selber zu schreiben, der uns sechs Monate nach Reiseende zugeschickt werden wird. Dabei wurden teilweise bis zu acht DIN-A4 Seiten für unsere Zukunfts-Ichs geschrieben. Kurz vor Solo-Ende sind Lukas und Iris bei allen vorbeigekommen und haben uns Bescheid gesagt. Da wir wussten, dass um 14:00 Uhr das Solo beendet werden würde, versuchten alle, die Uhrzeit anhand des Sonnenstandes abzuschätzen. Als wir abgeholt wurden, rechneten die meisten schon langsam damit, aber trotzdem wäre es für uns in Ordnung gewesen, noch länger dort zu bleiben.

Nachdem wir dann wieder alle nach etwa 20 Stunden zusammen waren, wurde das Solo durch einen weiteren Text von Ruth beendet. Im Anschluss teilten wir uns in drei kleinere Gruppen auf, um in diesen unsere Erfahrung, die bei uns allen eindeutig positiv war, zu reflektieren. Wie wir bei der Reflexion nach dem Solo feststellten, gab es trotz der individuellen Erfahrung einige Gemeinsamkeiten. Wir alle haben die Ruhe und Zeit für uns genossen und es war für uns alle ein Highlight, ausschlafen zu dürfen. Schließlich wurden wir von Taxis abgeholt, die uns zurück an Bord brachten, wo wir von der Backschaft mit einer Riesenportion Käsespätzle empfangen wurden, gefolgt von einem Kirschkuchen, um Tonis und Amelies Geburtstag zu feiern.

KUS-Ticker

Samstag, der 23.03.24

Mittagsposition: 38° 31’8 N; 28° 37’5 W
Etmal:  0 sm
Wetter: Lufttemperatur: 15,5°C, Wassertemperatur: 16°C, Wind: NE 2-3

  • 16:00 Uhr: Start Solo

Sonntag, der 24.03.24

  • Ganztägig: Geburtstag Toni und Amelie S.
  • 13:00 Uhr: Ende Solo