Kulinarische Köstlichkeiten Panamas

Datum: 05.01.2026 – 20.01.2026

Besonders in Erinnerung geblieben sind uns die kulinarischen Erlebnisse während unserer Zeit an Land. Drei Wochen lang lernten wir nicht nur neue Landschaften kennen, sondern probierten auch viele neue Geschmäcker aus. Essen war dabei viel mehr als nur satt zu werden – es war ein fester Bestandteil der Kultur, des Alltags und des Zusammenlebens der Menschen, die wir kennenlernen durften.

Im Dschungel bei Miguel begegneten wir einer sehr einfachen und ursprünglichen Art des Kochens. Viele Mahlzeiten wurden mit wenigen Zutaten und oft über offenem Feuer zubereitet. Reis, Bohnen, Kochbananen und Yuca (eine Wurzel) standen fast immer auf dem Speiseplan. Besonders beeindruckend fanden wir, wie selbstverständlich die Menschen das nutzten, was sie direkt um sich herum hatten. Frisches Obst (z. B. Ananas oder Bananen) wuchs direkt vor unseren Unterkünften. Alles schmeckte viel intensiver und natürlicher als das, was man aus dem Supermarkt kennt. Auch wenn die Gerichte oft schlicht waren, bekamen sie durch ihre Frische und die Zubereitung einen ganz besonderen Wert.

Nach unserer Zeit im Dschungel lebten wir in Boquete bei Gastfamilien. Auch dort spielte Essen eine große Rolle im täglichen Zusammenleben und gab uns einen echten Einblick in den panamaischen Familienalltag. Morgens gab es meist ein einfaches, aber sättigendes Frühstück mit Eiern, Brot oder Tortillas und frischem Obst. Zum Mittag- und Abendessen wurden typische Gerichte wie Reis mit Bohnen, Hühnchen oder Rindfleisch serviert. Besonders schön war, dass viele Familien selbst kochten und sich Zeit nahmen, uns ihre Küche zu zeigen. Manchmal durften wir sogar mithelfen, was das Ganze noch persönlicher machte.
In Boquete besuchten wir zudem die Kaffeeplantage, auf der uns die Anbauweisen verschiedener Sorten gezeigt wurden und wir den Kaffee auch kaufen konnten.

Ein ganz besonderes Erlebnis war schließlich unser Aufenthalt bei den Naso. Dort wurde uns klar, wie eng Essen mit Tradition und Gemeinschaft verbunden ist. Die Gerichte bestanden hauptsächlich aus regionalen Zutaten, die schon seit Generationen verwendet werden. Huhn spielte eine wichtige Rolle und wurde oft auf Bananenblättern serviert, was dem Essen ein besonderes Aroma gab. Dazu gab es Reis oder Wurzelgemüse. Gegessen wurde immer gemeinsam, ohne Eile und mit großer Gastfreundschaft. Obwohl wir ihre Sprache kaum verstanden, entstand durch das gemeinsame Essen eine Verbindung, für die keine Worte nötig waren.

In allen Regionen fiel uns auf, wie wichtig Gemeinschaft war. Mahlzeiten waren Momente des Zusammenseins, des Lachens und des Austausches. Auch wenn einige Gerichte für uns anfangs ungewohnt waren, gehörte genau das zum Abenteuer dazu. Mit jedem neuen Geschmack lernten wir das Land und seine Menschen ein Stück besser kennen.
Rückblickend haben uns die kulinarischen Erlebnisse dieser Reise nicht nur satt gemacht, sondern auch nachhaltig geprägt. Sie haben uns gezeigt, dass Essen viel über Kultur, Identität und Gemeinschaft aussagt – und dass oft gerade die einfachen Gerichte die schönsten Erinnerungen hinterlassen.