Der Panamakanal aus unserer Perspektive

Datum: 09.01.2026

Heute durften wir uns dieses riesige Bauwerk anschauen. Nach dem sehr leckeren Frühstück sowie der darauffolgenden Spülbackschaft brachen wir um halb neun zur Metro auf. Nach etwa zehn Minuten kamen wir an der U-Bahnstation an und die Tagesprojektleitung (TPL) kaufte für uns alle Tickets. Mit der gekühlten Metro und einem Bus kamen wir eine Stunde später an den Miraflores-Schleusen am Panamakanal an, wo die TPL erneut Eintrittskarten besorgte.

An dem Gebäude, vor dem wir warteten, hing ein riesiges Filmplakat und auch innen erinnerte es eher an ein Kino als an ein Museum. Wir gingen allerdings zügig hoch zu den Schleusen, da Leo dort sein Referat über den Panamakanal halten sollte.
Es gab eine Tribüne mit Blick auf den Kanal, die auf den ersten Blick perfekt schien. Doch nachdem sich alle hingesetzt hatten und Leo bereit war, um anzufangen, gab es Durchsagen. Immer fingen neue Ansagen an und so war es unmöglich, Leo zu verstehen. Wir beschlossen, den Platz zu wechseln und setzen uns auf die andere Seite der Tribüne auf einen Spielplatz. Doch auch hier war es nicht ansatzweise ruhig, denn hier war laut und deutlich das Rauschen riesiger Lüfter zu hören. Allerdings war es sehr viel besser als auf der Tribüne und so hielt Leo dort sein Referat.

Es war sehr interessant zu hören, was den Kanal so besonders macht und was zum Beispiel Schwierigkeiten beim Bau waren. Die Feedbackrunde mussten wir verschieben, da der Film, den wir anschauen wollten, schon wenige Minuten nach Ende des Referats losging.
Der Film war sehr interessant, jedoch auch ziemlich kontrovers. In Leos Referat haben wir unter anderem viel über die Geschichte des Kanals und Schwierigkeiten während des Baus erfahren. Im Film wurden diese jedoch nur anders oder gar nicht behandelt, was wir bei einer Nachbesprechung reflektierten. Der Bau wurde als eine Wohltat der Amerikaner dargestellt und Dinge wie Waldrodungen, schlechte Arbeitsbedingungen und Militärinvasionen wurden entweder beschönigt oder nicht in den realen Ausmaßen gezeigt.
Trotz der verzerrten Erzählungen war der Film doch unterhaltsam, jedoch waren einige von uns so müde, dass die 45 Minuten während des Films anderweitig genutzt wurden.

Anschließend ging es an das Feedback und die Fragen für Leos Referat. Dazu sind wir wieder an die Rückseite der Tribüne gegangen, wo auch das Referat gehalten wurde. Es wurden interessante Fragen gestellt und wie üblich viel Feedback gegeben.
Um den Besuch zu beenden, durften wir uns noch einige Minuten im Besucherzentrum umsehen.

Danach sind wir mit dem Bus wieder zur Mall und nach einiger Zeit schließlich auch mit der Metro wieder zum Hostel gefahren.
Unser Besuch hat uns gezeigt, dass der Panamakanal ein erstaunliches Bauwerk ist, das viel ermöglicht, aber auch eine schwere Geschichte hat, die oft unterschiedlich dargestellt wird.