Zurück zu Hause

Datum: 21.01.2026
Mittagsposition: 9°20‘N; 082°14,2’E
Wetter: Lufttemperatur: 27,5 °C, Wassertemperatur: 27 °C, Windrichtung und Stärke: WSW 1

Ich werde um viertel vor acht von meinem Wecker aufgeweckt und muss erstmal realisieren, wo ich bin. Ich liege in meinem Bett in einer Hütte der Naso-Indigenen, mitten im Regenwald in Panama und heute fahren wir nach zwei Wochen Landaufenthalt zurück auf die Thor.
Dann rufe ich in das Zimmer neben mir nach Leo und Felix, um zu schauen, ob sie schon wach sind. Ich rufe dreimal nach ihnen rüber, doch es kommt leider keine Antwort. Also muss ich aus meinem gemütlichen Bett aufstehen und laufe rüber, um sie zu wecken. Noch sehr verschlafen nach dem langen Abend am Tag davor, laufen wir zu der Gemeinschaftshütte für ein letztes panamaisches Frühstück.

Danach müssen wir das letzte Mal unseren Rucksack packen. Überraschenderweise passt alles rein, trotz der vielen neuen Sachen, die in Panama zu meinem Gepäck dazu gekommen sind.
Und dann muss ich mich schon wieder verabschieden, von meiner Gastfamilie, die mich fünfmal umarmt und sich bedankt, von den Kindern, die immer so fröhlich „Hola!“ gesagt haben, von den Hühnern, die uns jeden Morgen ein bisschen zu früh mit ihrem Gackern geweckt haben und von dem tollen Ort mitten im Regenwald, an dem ich vermutlich nie wieder sein werde.

Um viertel vor zehn steigen wir in den letzten bunten Partybus in Panama, der uns zu einem Fluss bringt, wo wir wiederum in ein Schnellboot steigen, das uns zurück zur Thor bringen soll. Nach zwanzig Minuten, in denen wir über die Wellen schießen, steht Conni vor mir auf und ruft: „Da ist die Thor!“.
Es ist ein sehr schöner Moment, nach zweieinhalb Wochen endlich wieder unser schönes Zuhause zu sehen. Und als wir näherkommen, sehen wir auch die Stammis, die uns freudig zuwinken und das Boot festmachen, damit wir auf die Thor klettern können. Wir begrüßen uns alle freudig und erzählen uns von unseren Erlebnissen der letzten Tage. Mit der vertrauten Thor und den vertrauten Stammis, die wir so lange nicht gesehen haben, fühlt es sich wirklich wie nach Hause kommen an.

Nachdem wir alle schlammigen und nassen Rucksäcke auf die Ladeluke gestapelt haben, gibt es direkt Mittagessen: eine sehr leckere Lasagne, die das Ankommen noch besser macht. Nach dem Essen ist aber leider auch der Stress zurück an Bord. Alle Fotos und Videos von Panama müssen sortiert werden, damit sie auf der Webseite hochgeladen werden können, alle Blogs müssen geschrieben werden und wir müssen alle wieder in unsere Kammern einziehen. Zu sechst in der kleinen Kammer zu stehen oder in den Unterkojen zu hängen und das viele Gepäck in die Fächer zu sortieren, ist sehr anstrengend. Und gleichzeitig haben alle den Gedanken im Kopf, dass wir in einer Woche schon wieder ausziehen müssen, weil wir dann in Kuba ankommen. Aber trotzdem ist es schön, die Fächer einzusortieren, wieder die Klamotten und andere Sachen aus den Unterkojen zu ziehen und sich in den Kammern wieder gemütlich einzurichten.
Über die Waschmaschine freuen wir uns auch sehr. Nach zwei Wochen mit durchgehend feuchten und matschigen Klamotten wieder waschen zu können, ist echt ein Luxus.
Auch über die Duschen freuen wir uns sehr. Die Tage davor haben wir uns immer im Fluss gewaschen, was natürlich immer eine sehr lustige Aktion war, aber so richtig sauber wurde man in dem doch eher braunen Fluss nicht…

Am Abend wird auf dem Hauptdeck noch fleißig Brot gebacken, damit wir für die nächsten Tage wieder ganz viel leckeres Thor-Brot haben. Und sobald die Last voller Kisten mit frischem Brot steht, die letzten Bilder fertig sortiert sind, alle Blogs im Ordner zur Korrektur bereit liegen und alle ihre Tagebucheinträge fertig geschrieben haben, wird es wieder still auf der Thor und alle schlafen sehr schnell und tief ein.

KUS-Ticker

Dienstag, 20.01.2026

  • 12:30 Uhr: Ankommen auf der Thor

Mittwoch, 21.01.2026

  • 10:00-14:00 Uhr: Landgang in Bocas del Toro
  • 19:30 Uhr: Schüler/-innenversammlung