Fotojagd an unserem freien Tag

Morgens ausschlafen, entspannt aufstehen und frühstücken und danach den Tag selbst so gestalten, wie man sich das vorstellt. Solche Tage gibt es bei KUS fast gar nicht. Heute war einer der Tage, an an dem wir uns aussuchen durften, was wir machen wollten. Zur Auswahl standen eine Wanderung, eine Fototour oder freie Zeit hier auf dem Hotelgelände oder in Viñales. Wir beide beschlossen, uns der Fototour anzuschließen, bei der wir und fünf andere KUSis und Falk entspannt herumlaufen und Dinge fotografieren wollten.

Wir durften alle etwas länger schlafen und mussten erst um 8.30 Uhr zum Frühstück kommen. Danach begannen wir über die Hotelanlage zu laufen, Motive zu suchen und neue Perspektiven auszuprobieren. Die ersten Motive waren Pferde, die hinter den Hütten standen und eine sehr große, mit Dinosauriern bemalte Felswand. Alle hatten verschiedene Herangehensweisen und viel Spaß mit den Kameras. Die nächsten Motive waren ein Schwein und dann unsere und etwas ältere, zerfallene Hütten sowie die Bänke, die zwischendrin standen. Falk stand uns immer zur Seite, gab uns Tipps, Verbesserungsvorschläge oder neue Ideen, wenn wir nicht mehr weiterwussten.

Nach etwas mehr als einer Stunde saßen wir alle in einem Kreis und zeigten uns unser bestes Bild und eines, was nicht so gelungen war. Wir tauschten uns darüber aus, warum das Bild besonders gut oder eben auch nicht so gut war, und bekamen wieder neue Tipps und Anregungen von Falk, aber gaben uns auch gegenseitig Feedback. Der nächste Ort war der leere Pool, über den eine Brücke führte und der, zusammen mit den Sonnenschirmen aus Palmenwedeln und den Stühlen, ein sehr schönes Bild darbot. Nachdem wir alle Ecken und Enden des Pools erkundet und fotografiert hatten, setzten wir uns in den Schatten, unterhielten uns und zogen noch für eine letzte Runde vor dem Mittagessen los. Bei dieser probierten wir den Modus „Selektivfarbe“ aus, bei dem das ganze Bild schwarzweiß ist (bis auf eine ausgewählte Farbe). Es machte uns allen sehr viel Spaß, bestimmte Farben zu suchen, mit Perspektiven herumzuspielen und Schnappschüsse zu erstellen.

Nach dem Mittagessen zogen wir mit unseren Fahrrädern in Richtung Stadt los und hielten auf dem Weg mehrmals an, um beispielsweise einen Ochsenkarren zu fotografieren. In der Stadt trennten wir uns von Falk und gingen auf den Handwerksmarkt, bei dem sich ein paar von uns Souvenirs kauften. Danach liefen wir mit unseren Fahrrädern die Straße entlang, schauten uns von außen die Kirche an und gingen in einen Supermarkt, um Getränke zu kaufen. Danach gingen wir noch in einen weiteren Supermarkt, deckten uns mit Snacks ein und kauften uns noch ein Eis pro Person. So hatten wir nach kurzer Zeit – knapp 700 ml Cola, einem Eis und zwei Toffeestückchen pro Person – einen ziemlichen Zuckerschock. Trotzdem oder deswegen waren wir super gelaunt und lachten über jeden Witz.

Ein Ziel, das wir für den Tag noch hatten, war es, Oldtimer und Pferdekutschen zu fotografieren. So machten wir uns auf, ein Stückchen aus der Stadt hinaus und stellten bzw. setzten uns an den Straßenrand. Wie auf der Thor teilten wir einen Steuerbord- und einen Backbordausguck ein. Dieser gab allerdings immer dann Bescheid, wenn sich ein altes Motorrad, ein Oldtimer oder eine schöne Pferdekutsche näherte. Wir wurden nicht nur einmal komisch angeschaut, weil wir länger als eine halbe Stunde am Straßenrand herumlungerten und immer, wenn auch nur ein Fahrrad vorbeifuhr, zu fünft mit den Kameras in der Hand dastanden und Fotos machten. Es machte aber viel Spaß. Nebenbei aßen wir noch mehr Nüsse und Kekse und zeigten uns gegenseitig unsere besten Bilder.

Kurz bevor wir zurück zum Hotel aufbrachen, kam zum krönenden Abschluss eines wirklich schönen Tages noch ein wunderschöner roter Oldtimer angefahren, den wir mit fünf Kameras empfingen und der das letzte Motiv einer Reihe von vielen verschiedenen Fotomotiven des Tages war.