Unser Tag als Tagesprojektleitung
Datum: 19.01.2026
Die Tagesprojektleitung (TPL) bei KUS ist dafür zuständig, die Gruppe durch das Programm zu führen und Absprachen mit den lokalen Partnern zu treffen. Jede/-r muss während des Landaufenthalts in Panama diese Aufgabe für einen Tag lang zusammen mit einer oder zwei anderen Personen übernehmen.
Wir, Mateo und Justus, hatten diese Aufgabe am Sonntag, den 19. Januar.
Am Samstagabend haben wir uns mit Corinna, Athos und Julia zusammengesetzt, das Programm besprochen, und eine Backschaft für den nächsten Morgen eingeteilt. Nach dem Frühstück sind wir gemeinsam mit der Gruppe auf eine Wanderung gestartet. Wir sind also aus dem Dorf der Naso gestartet und einen kurzen Abschnitt entlang der Straße bis zum Flussufer gelaufen. Dort überquerten wir mit einem Boot des Militärtrainingslagers den Fluss. Zuerst hat uns unser Guide kurz durch das Trainingslager geführt, danach war es unsere Aufgabe zwei Gruppen zu erstellen, die verschiedene Wege einschlagen sollten. In diesen musste jeweils jemand dabei sein, der ein Erste-Hilfe-Set und genügend Wasser trägt, und ein Schüler oder eine Schülerin, der/die gut spanisch spricht. Hört sich einfach an, kann aber zur Herausforderung werden, wenn man sich auf Diskussionen einlässt, wer mit wem in einer Gruppe sein will. Auf dem Weg brauchte es dann immer ein Schlusslicht, alle mussten zusammenbleiben, und gemeinsame Pausen mussten angeleitet werden.
An dem Punkt, an dem sich die beiden Gruppen wieder trafen, musste eine Location für Solveigs Vortrag über Pfeilgiftfrösche gefunden werden. Nachdem wir diesen gehört hatten, haben wir uns gemeinsam weiter auf den Weg gemacht. Ungefähr um 12:00 Uhr sind wir an einer anderen Uferstelle angekommen, an der wir wieder auf die andere Seite gebracht werden sollten, auf der wir entlang der Straße zurück ins Dorf liefen. Nach dem Mittagessen standen Fußballtraining, gemeinsames Aufwärmen und die Fußball-Nationalspiele „KUS vs. NASO“ der Frauen und Männer an.
Ab diesem Zeitpunkt vernachlässigten wir die Tagesprojektleitung dementsprechend ein wenig. Die Aufregung war bei uns allen sehr hoch und um viertel nach drei wurde das Frauen-Fußballspiel zwischen Panama und Deutschland angepfiffen und die Jungs feuerten sehr begeistert von der Seite an. Im Voraus wurden uns die selbstgeschnitzten Pokale der Naso präsentiert. Die größte und eindrucksvollste Trophäe war wohl der selbstgeschnitzte Papagei auf einem Ast. Dazu gab es zwei kleinere Holztiere. Nach der ersten Halbzeit stand es für die 18. KUS-Damenmannschaft vier zu zwei, doch die zweite Halbzeit war umstrittener und mit einem Mal fanden die Naso-Frauen zurück ins Spiel. Beim Abpfiff war der Stand dann bei fünf zu fünf, weshalb es in ein Elfmeterschießen ging. Julias Elfmeter führte die Mannschaft schließlich zum Sieg und alle Zuschauer/-innen rannten auf den Platz und feierten das erfolgreiche Spiel.
Anschließend waren die Herren dran und spielten mit der zuvor eingeübten Taktik. Auf dem nassgeregneten, schlammigen Platz rutschte unsere Mannschaft jedoch fast dauerhaft aus, was einige witzige Bilder ergab. Die Naso, die mit Latschen spielten, stellten sich in dieser Hinsicht wohl um einiges geschickter an. Wir gaben unser Bestes und mit einem Endstand von sieben zu sieben ging es auch für uns in ein Elfmeterschießen. Dieses endete nach sechs Elfmetern beiderseits jedoch in einem Sieg für die gegnerische Mannschaft. Im Anschluss war die Siegerehrung, bei welcher wir jedoch trotzdem alle drei Pokale mitnehmen sollten.
Nachdem wir im Fluss gebadet hatten und wieder im Gemeinschaftshaus waren, erinnerten wir uns jedoch an die Pflichten der TPL und besprachen mit Raul, wann die Verabschiedungsfeier am gleichen Abend starten sollte und was es zu organisieren gab. Im Anschluss an das Abendessen stellten wir also den Plan für den restlichen Abend und für die Feier vor und sprachen uns mit der Tagesprojektleitung des nächsten Tages ab, da sie den Plan für den nächsten Morgen vorstellen musste. Als unsere Gastgeschenke alle da und von allen KUSis unterschrieben waren, gingen wir gemeinsam zum Ort der Feier, wo Reden gehalten, Geschenke ausgetauscht und uns verschiedene traditionelle Tänze vorgestellt wurden. Bei diesen tanzten wir alle eifrig mit. Das alles machte Spaß und wir wurden somit sehr angenehm verabschiedet, womit der Tag schließlich auch für beendet erklärt wurde.
Am folgenden Tag war unser Tagesprojektleitungs-Feedbackgespräch mit Athos und Julia. Hier bekamen wir Rückmeldungen darüber, wie wir die Gruppe anleiteten. Uns gefiel der Tag als TPL sehr gut, auch wenn es gelegentlich sehr viel auf einmal zu berücksichtigen gab. Insgesamt empfanden wir den Tag als sehr gewinnbringend und als große Chance für die Zukunft zu lernen. Wir lernten zu organisieren und vor einer großen Gruppe Ansagen zu machen und hatten dabei vor allem viel Spaß.
